Noch immer verläuft das Leverkusener Papier von Bayer mehr oder weniger in einer sehr engen Range. Die Notierungen haben heute, am Montag, den Kurs von über 36 Euro überwunden. Das bedeutet: Die Aktie befindet sich rein technisch in einem langfristigen Aufwärtstrend, allerdings fehlt zu einem echten Durchbruch noch sehr viel.
Ohne Glyphosat-Klärung geht nichts
Die Nachrichtenlage für Bayer gibt derzeit aus Sicht der Börsen noch nicht viel her. In den USA wurde ein neues MRT-Kontrastmittel zugelassen. Das allerdings bewegt an den Börsen quasi niemanden mehr, und man wartet mehr oder weniger offensichtlich auf den Fortgang der Glyphosat-Klagen. Dabei geht es um die Vergleichssummen, die Bayer bereits bezahlt hat.
Bayer wird letztlich versuchen müssen, die Glyphosat-Ära so schnell wie möglich zu beenden. Dann sind die Voraussetzungen für steigende Kurse zumindest aus Sicht von Analysten sehr gut. Diese sehen im Durchschnitt ein Kursziel von etwa 49,50 Euro. Das begründet sich mit den wirtschaftlich vergleichsweise guten Daten.
Das KGV im laufenden Jahr wird derzeit auf 50,4 geschätzt. Für das kommende Jahr werden derzeit 11,6 erwartet. Die Nettoergebnisse des Unternehmens werden sich den Einschätzungen nach deutlich verbessern. Der Umsatz steigt zwar im laufenden Jahr bzw. mit Blick auf das nächste Jahr um circa 1,3 Milliarden Euro, so die Erwartung. Die Gewinne allerdings werden um annähernd 30 % angehoben.
Insofern bleiben die wirtschaftlichen Aussichten im Kern sehr gut. Die Börsen zögern, wie beschrieben, wegen der Glyphosat-Problematik. Insofern ist derzeit auch Geduld gefragt, die Analysten mit ihren hohen Kurszielen allerdings offensichtlich aufbringen.
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