Amazon hat eine KI-Plattform vorgestellt, die den Prozess der Wirkstoffforschung grundlegend beschleunigen soll. Was früher 18 Monate dauerte und rund 300 Kandidatenmoleküle hervorbrachte, soll nun in wenigen Wochen erledigt sein. Bayer gehört zu den frühen Anwendern, zusammen mit dem Broad Institute und Voyager Therapeutics.
Das ist keine Kleinigkeit. Wer in der Pharmaindustrie schneller zu validen Kandidaten kommt, spart nicht nur Zeit, sondern auch enorme Summen.
Wie die Plattform funktioniert
Die Logik dahinter ist einfach: Die vielversprechendsten Moleküle werden an Partnerlabore zur Synthese und zum Testen weitergegeben, die Ergebnisse fließen zurück ins System. In einer Zusammenarbeit mit dem Memorial Sloan Kettering Cancer Center generierte die Plattform demnach knapp 300.000 Antikörpermoleküle, die innerhalb weniger Wochen auf 100.000 Laborkandidaten eingedampft wurden.
Amazon betont, die Technologie sei als Ergänzung für Forscher gedacht, nicht dazu, sie zu ersetzen. Das klingt beruhigend. Ob die Pharmaindustrie das mittelfristig genauso sieht, ist eine andere Frage.
Bayer AG Aktie Chart
19 von 20 sind schon drin
Bemerkenswert ist, wie tief AWS bereits in der Branche verankert ist: 19 der 20 größten Pharmakonzerne weltweit nutzen bereits Cloud-Dienste von Amazon. Die neue Plattform ist also weniger ein Türöffner als vielmehr ein weiterer Schritt in eine Abhängigkeit, die längst begonnen hat.
Für Bayer bedeutet die frühe Partnerschaft zumindest öffentliche Sichtbarkeit als innovationsoffener Konzern. Ob daraus konkrete Pipeline-Fortschritte entstehen, wird man sehen. Amazon plant zudem eine kostenlose Testphase sowie künftige Tools zur Optimierung klinischer Studien. Wer also glaubt, das Tempo in der Wirkstoffforschung bleibe konstant, irrt sich wohl.
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