Zwei FDA-Beschleunigungen innerhalb weniger Tage, eine Milliarden-Übernahme in der Augenheilkunde und solide Quartalszahlen — Bayer liefert gerade auf breiter Front. Die Aktie notiert knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt. Techniker und Fundamentalisten schauen hin.
Kerendia wächst in eine neue Indikation
Der jüngste Impuls kommt aus dem Zulassungsbereich. Die FDA hat dem Wirkstoff Finerenon — vermarktet als Kerendia — den Priority-Review-Status für eine neue Indikation erteilt: chronische Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-1-Diabetes. Das beschleunigt das Prüfverfahren auf sechs Monate statt der üblichen zehn. Bisher ist Finerenon in vielen Ländern nur für die Kombination mit Typ-2-Diabetes zugelassen. Eine erfolgreiche Erweiterung würde die Patientenpopulation und damit das kommerzielle Potenzial des Medikaments spürbar vergrößern.
Parallel läuft das Verfahren für Asundexian, einen Blutgerinnungshemmer zur Schlaganfall-Prävention, der in den USA ebenfalls Priority Review erhalten hat — in China wurde dieser Status bereits vor wenigen Wochen gewährt, Japan prüft die Zulassung. Experten trauen dem Wirkstoff einen Jahresumsatz in Milliardenhöhe zu.
Starkes Q1, aber ein Schatten bleibt
Das erste Quartal 2026 hat die operative Stärke untermauert. Der Konzernumsatz erreichte 13,4 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA legte um 9 Prozent zu. Besonders die Agrarsparte überraschte: Trotz rückläufiger Glyphosat-Herbizidverkäufe zog das Segment an, weil Saatgutgeschäft und ein beigelgeter Lizenzstreit mit Corteva fast eine halbe Milliarde Euro zusätzlich beitrugen.
Ein Wermutstropfen bleibt: Der freie Cashflow lag bei minus 2,3 Milliarden Euro — Bayer zahlt weiter erhebliche Summen in US-Vergleiche. Die Opt-out-Frist im Roundup-Vergleich Ende Juni ist ein konkretes Datum, das den Kurs beeinflussen könnte, je nachdem wie viele Kläger sich abseits des Vergleichs stellen.
Kursziele und Rechtslage
Die DZ Bank hat Bayer auf Kaufen hochgestuft und das Kursziel auf 51 Euro angehoben, mwb research nennt sogar 52 Euro. Beide Häuser verweisen auf die operative Entwicklung. Der Supreme Court könnte in den kommenden Wochen Signale zur Glyphosat-Haftungsfrage geben — ein Urteil zugunsten Bayers würde die größte Unsicherheit aus dem Aktienkurs nehmen und den Weg in Richtung dieser Kursziele erheblich freier machen.
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