Der Leverkusener Konzern verzeichnet wichtige Schritte bei der Weiterentwicklung seiner Pharmasparte. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte am 17. September die Genehmigung für das Medikament Finerenon, vertrieben unter dem Namen Kerendia, zur Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-1-Diabetes. Damit erweitert sich das Indikationsspektrum des Präparats im US-Markt.
Strategische Bereinigung des Portfolios
Parallel zum Ausbau bestehender Medikamente treibt das Unternehmen die Fokussierung seines Produktportfolios voran. Am 21. September vereinbarte der Konzern die Veräußerung des Krebsmedikaments Stivarga an Grünenthal für bis zu 375 Millionen Euro. Der Abschluss der Vereinbarung steht unter den üblichen Vollzugsbedingungen und behördlichen Genehmigungen. Der Vollzug wird für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.
Flankiert werden die operativen Schritte von Finanzierungsmaßnahmen zur Bilanzsteuerung. Vor gut einer Woche schlossen die Beteiligungsgesellschaften Apollo und KKR eine Kapitallösung über 3 Milliarden Euro für Bayers LARC-Geschäft ab.
Bayer behält bei dieser Struktur die Mehrheit sowie die operative Kontrolle über die Einheit. Ergänzend platzierte der Konzern zwei Tranchen von Hybridanleihen über insgesamt 2 Milliarden Euro für allgemeine Unternehmenszwecke, womit das ausstehende Hybridanleihevolumen auf 6,55 Milliarden Euro anstieg.
Rechtliche Gemengelage und Ausblick
Auf juristischer Ebene bleiben die Altlasten präsent. Laut der Nachrichtenagentur Reuters forderte die Unternehmenstochter Monsanto vor rund zwei Wochen bei einer gerichtlichen Anhörung in Missouri die Genehmigung ihres vorgeschlagenen Roundup-Sammelvergleichs über 7,25 Milliarden US-Dollar. Eine sofortige Gerichtsentscheidung war im Rahmen dieses Termins nicht vorgesehen.
Am Aktienmarkt steht das Papier bei 50,60 Euro. Damit liegt die Notierung 18 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 42,87 Euro, während der Zuwachs seit Jahresanfang 37 Prozent beträgt. Für die weitere geschäftliche Standortbestimmung richtet sich das Augenmerk nun auf den Kapitalmarkt-Kalender: Am 3. November 2026 steht die Veröffentlichung der Quartalsmitteilung für das dritte Quartal 2026 an.
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