Bayer-Aktie: Das falsche Urteil!

Der Supreme Court verwies den Monsanto-Einzelfall zurück; Bayer erwartet 2026 rund fünf Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten.

Auf einen Blick:
  • US-Gericht hebt Urteil über 28 Millionen Dollar auf
  • Verfahren geht zurück an Vorinstanzen
  • Bayer kalkuliert mit fünf Milliarden Euro Rechtsauszahlungen
  • FDA akzeptiert Finerenon-Zulassungsantrag

44,39 Euro kostete die Bayer-Aktie zum Wochenschluss, es ging leicht bergab. Die Aktie bleibt im Seitwärtstrend stecken. Ein Urteil stand noch aus, auf das der ganze Markt wartet. Es folgte das falsche Urteil: Der US Supreme Court hob ein Schadenersatzurteil über rund 28 Millionen Dollar gegen die Bayer-Tochter Monsanto auf und verwies das Verfahren zur weiteren Prüfung an die Vorinstanzen zurück.

Der Fall betrifft einen einzelnen Kläger und ist von dem geplanten umfassenderen Vergleich über 7,25 Milliarden Dollar in Missouri zu unterscheiden. Der wird über die Stimmung am Markt nun bald entscheiden.

Die Entscheidung knüpft an die grundsätzliche Frage an, ob US-Bundesstaaten bei Roundup eigene Warnhinweise verlangen dürfen, obwohl die zuständige Bundesbehörde EPA diese nicht vorgeschrieben hat. Der Supreme Court hatte sich mit dieser Frage bereits im Juni befasst und in einem anderen Verfahren zugunsten von Monsanto entschieden. Die jüngste Entscheidung betrifft nur den Fall eines Klägers aus Kalifornien, dem zuvor Schadenersatz zugesprochen worden war.

Bayer: Dann kann es bergauf gehen

Für Bayer bleibt der Rechtskomplex finanziell bedeutend. Der Konzern rechnet für das laufende Jahr mit rechtsstreitbedingten Auszahlungen von rund 5 Milliarden Euro. Diese Mittelabflüsse belasten den freien Cashflow und schränken den finanziellen Spielraum ein. In Missouri steht außerdem die gerichtliche Entscheidung über einen geplanten Vergleich im Umfang von 7,25 Milliarden Dollar aus.

Immerhin akzeptierte die US-Arzneimittelbehörde FDA den Zulassungsantrag für Finerenon.  Die UBS hält an ihrer Kaufempfehlung fest und Analysten sehen Kursziele von mehr als 58 Euro gegenüber dem Freitagskurs von 44,39 Euro.

Am 3. November veröffentlicht Bayer die nächsten Quartalszahlen. Dann wird wohl auch das richtige Urteil vorliegen.

Bayer AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer AG-Analyse vom 17. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Bayer AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bayer AG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)