Ernüchternd präsentiert sich auch am Donnerstag die Leverkusener Bayer. Der Kurs will einfach nicht nach oben laufen, während Analysten immer noch an ihren extrem hohen Kurszielen festhalten.
Die Ungewissheit hat im Grunde eine einzige Ursache: Das fehlende Gerichtsurteil aus Missouri.
7,25 Mrd. Dollar warten auf einen Abnehmer
Bayer muss warten, denn ein Gericht aus Missouri entscheidet nach einer Anhörung Mitte September über eine Summe von 7,25 Mrd. Dollar. Dies ist der Kompromiss zwischen Monsanto/Bayer und Klägern für eine Schadenersatzlösung. Die muss noch rechtlich durchgewunken werden.
Wenn es zu einem positiven Urteil kommt, wird dies die Aktie der Bayer enorm bewegen. Das wurde schon Ende Juni deutlich, als ein anderes Glyphosat-Urteil zu einer Kursexplosion von weniger als 38 Euro auf über 53 Euro führte. Nun gilt es wieder zu warten. Ernüchternd ist heute, dass das lang ersehnte Urteil selbst nicht eingeklagt werden kann. Wann der Richter es verkündet, ist offen. Lange kann es indes nicht mehr dauern. Bis dahin dominieren kleinere wirtschaftliche Nachrichten, die keinen ähnlichen Einfluss haben werden wie das noch ausstehende Urteile. Analysten bleiben im Übrigen bei ihrer Meinung.
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