Noch kann Bayer das Thema Glyohosat nicht abhaken. Viel mehr geht es dort gerade erst richtig in die heiße Phase. Vieles spricht dafür, dass der Konzern im Laufe des Jahres mehr Klarheit erhalten wird. Ein milliardenschwerer Vergleich soll dafür sorgen, die meisten Klagen zu beenden. Doch der Knackpunkt ist und bleibt eine Entscheidung des Supreme Court, die im Sommer erwartet wird.
Davon hängt letztlich auch ab, wie attraktiv der Vergleich für die Klägerinnen und Kläger ist. Urteilt der oberste Gerichtshof im Sinne Bayers, wäre eine Fortsetzung von Klagen weitgehend aussichtslos. Umgekehrt würden die Kläger sich hingegen wohl bestätigt fühlen und das jüngste Konstrukt von Bayer könnte wieder zum Einsturz kommen.
Erholt, aber nicht rehabilitiert
Die Stimmung hat sich merklich gebessert und die Bayer-Aktie notierte noch bis vor Kurzem in etwa doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Eine vollständige Rehabilitierung ist das aber noch lange nicht. Denn das aktuelle 52-Wochen-Hoch liegt knapp unter 50 Euro, wohingegen die Aktie vor der Monsanto-Übernahme noch zu weit mehr als dem Doppelten davon gehandelt wurde.
Bayer AG Aktie Chart
Bezüglich der weiteren Aussichten meldeten sich nun die Analysten der Schweizer Großbank UBS zu Wort. Auch dort werden mögliche Szenarien in der Causa Glyphosat als das bestimmende Thema erkannt. Die Erholung der letzten Wochen wird mit einem Kursziel von 48 Euro abgenickt.
Die Unsicherheit bleibt Bayer erhalten
Die Einstufung lautet allerdings lediglich auf „Neutral“ und mit weiteren Kurssprüngen wird unter den Experten eher nicht gerechnet. Zu groß sind weiterhin die Unsicherheiten darüber, ob Bayer die Glyphosat-Reibereien wirklich beilegen kann und wie teuer das Ganze am Ende sein mag. Zu erwarten ist bis zum Sommer wohl eine eher abwartende Haltung der Börsianer, so die im März anstehenden Zahlen nicht noch für Überraschungen sorgen.
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