JPMorgan und Jefferies haben ihre Einschätzungen zu Bayer am Montag trotz positiver Studiendaten unverändert gelassen. Medienberichten zufolge bestätigte JPMorgan „Overweight“ mit einem Kursziel von 61 Euro, während Jefferies bei „Hold“ und 46 Euro blieb. Die Analysten unterschieden sich vor allem darin, welches zusätzliche Wachstumspotenzial sie den Ergebnissen beimessen.
Zwischen Wachstumstreiber und Bestätigung
JPMorgan-Analyst Richard Vosser wertete die Zwischenergebnisse zu Darolutamid positiv. Medienberichten zufolge stützen sie seine Einschätzung, dass die Markterwartungen zu niedrig seien. Die Kombination mit Strahlentherapie könne ein weiterer Wachstumstreiber für Nubeqa sein.
Jefferies-Analyst Michael Leuchten bezeichnete die Wirksamkeit dagegen als vielversprechend, ordnete sie aber eher als Bestätigung des Bekannten ein. Eine grundlegende Veränderung sah er darin dem Medienbericht zufolge nicht.
Bayer hatte am Samstag positive Zwischenergebnisse der Phase-III-Studie DASL-HiCaP gemeldet. Darolutamid zusätzlich zu Androgendeprivation und Strahlentherapie verringerte bei Prostatakrebspatienten mit hohem Rückfallrisiko das Risiko für Metastasen oder Tod gegenüber Placebo um 58 Prozent. Beide Gruppen erhielten Androgendeprivation und Strahlentherapie; die untersuchte Anwendung ist laut Berichterstattung noch nicht zugelassen.
Weitere Fortschritte bei Arzneimitteln
Für Asundexian erteilte Chinas Arzneimittelbehörde NMPA am Montag die Marktzulassung. Sie gilt zur Verringerung des Schlaganfallrisikos bei Erwachsenen nach nicht-kardioembolischem ischämischem Schlaganfall oder Hochrisiko-TIA. Nach Angaben von Bayer ist das unter dem Namen Sunharbo zugelassene Mittel der weltweit erste zugelassene Faktor-XIa-Hemmer.
Bei der ASN Kidney Week wurden am Samstag außerdem FIND-CKD-Analysen zu Finerenon vorgestellt. Die Abstract-Angaben berichten über eine Verringerung der Proteinurie und einen verlangsamten Nierenfunktionsverlust in untersuchten Patientengruppen.
Am 3. November veröffentlicht Bayer die Quartalsmitteilung für das dritte Quartal 2026; am selben Tag ist eine Investoren-Videokonferenz angekündigt.
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