Bayer-Aktie: Die Börse irrt sich gewaltig!

Die Aktie sank auf 43,71 Euro und notiert unter dem GD 200; ein Gerichtsurteil in Missouri steht noch aus.

Auf einen Blick:
  • Kurs seit Ende September über sieben Prozent gefallen
  • FDA akzeptierte ergänzenden Kerendia-Zulassungsantrag
  • Bayer plant 2,2 Milliarden Dollar für Ohio
  • Missouri-Gerichtsurteil bleibt noch offen

Bayer meldet Fortschritte, investiert in seine Zukunft und erhält weiterhin hohe Kursziele von Analysten. Doch die Anleger reagieren noch immer mit Verkäufen. -0,25 % wurden es am Montag, die Aktie fiel wieder auf 43,71 Euro. Dies sind nach Meinung der Beobachter noch immer Kurse, die kaum begründbar sind.

Noch Ende September hatte Bayer erstmals seit längerer Zeit wieder die Marke von 50 Euro überwunden. Das sah zunächst nach einer nachhaltigen Erholung aus. Inzwischen ist davon wenig übrig geblieben. Innerhalb kurzer Zeit seit Ende September verlor die Aktie also mehr als 7 %.

Bayer kämpft auch mit den Trend-Indikatoren

Besonders unangenehm ist die Entwicklung aus technischer Sicht. Bayer ist mittlerweile unter den GD 200 gefallen. Der Abstand zu dieser wichtigen langfristigen Trendlinie beträgt rund 6,5 %. Damit hat sich das technische Bild erheblich eingetrübt.

Bayer AG Aktie Chart

Dabei mangelt es Bayer keineswegs an Nachrichten, die grundsätzlich für Zuversicht sorgen könnten. So akzeptierte die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA einen ergänzenden Zulassungsantrag für Kerendia. Das Medikament spielt im Bereich chronischer Nierenerkrankungen eine wichtige Rolle. Einige Analysten bezeichneten die Nachricht sogar als Meilenstein. An der Börse blieb die erhoffte Reaktion jedoch aus.

Ähnlich widersprüchlich fiel die Reaktion auf eine weitere Unternehmensentscheidung aus. Bayer will rund 2,2 Milliarden Dollar in eine neue Pharmaproduktionsstätte im amerikanischen Bundesstaat Ohio investieren.

Strategisch könnte dieser Schritt durchaus sinnvoll sein. Zusätzliche Produktionskapazitäten in den USA würden den Konzern näher an einen wichtigen Absatzmarkt bringen. Zugleich könnte Bayer damit mögliche Handelsbeschränkungen und Zölle der Regierung von Donald Trump teilweise umgehen. Allerdings kostet dieser Ausbau zunächst viel Geld.

Am Ende scheinen die Börsen indes noch immer darauf zu warten, wie das Gerichtsurteil in Missouri ausgeht.

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