Jahre nach Ende der Pandemie geht der deutsche Pharmakonzern Bayer gegen die bekannten Corona-Profiteure vor. Demnach haben die Leverkusener mehrere große Impfstoffhersteller wegen angeblicher Patentverletzungen im Zusammenhang mit ihren Covid‑19‑Impfstoffen verklagt.
Bayer‑Aktie: Vier Klagen in den USA eingereicht
Laut Reuters wirft Bayer den Unternehmen BioNTech, Pfizer, Moderna sowie Johnson & Johnson vor, bei der Entwicklung ihrer Vakzine eine patentierte mRNA‑Technologie der Bayer‑Tochter Monsanto genutzt zu haben – ohne Lizenz.
Bayer argumentiert, dass die Unternehmen während der Pandemie auf eine Technologie zurückgegriffen hätten, die ursprünglich für die genetische Modifikation von Pflanzen entwickelt wurde, aber auch für mRNA‑Impfstoffe relevant sei. Die Technologie soll laut Bayer einen zentralen Bestandteil der Impfstoffplattformen darstellen.
BioNTech & Co.: Unternehmen hatten Vorwürfe stets zurückgewiesen
Die betroffenen Hersteller haben die Vorwürfe in der Vergangenheit in ähnlichen Fällen stets zurückgewiesen und betont, ihre Impfstoffe basierten auf eigener Forschung und eigenen Plattformen. Eine Stellungnahme zu den neuen Klagen liegt bislang nicht vor.
Zur Einordnung: Patentstreitigkeiten rund um Covid‑Impfstoffe haben seit 2022 stark zugenommen. Viele Unternehmen hatten während der Pandemie Technologien in Rekordzeit entwickelt oder adaptiert. Das mögliche Patentverletzungen nun erst im Nachhinein juristisch geklärt werden, war damals bereits absehbar.
Für Bayer kommt der Schritt zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern ohnehin unter Druck steht: hohe Schulden, Glyphosat‑Risiken und eine schwache Pipeline belasten die Aktie. Der deutsche Konzern selbst hatte im Unterschied zu vielen anderen Akteuren der Pharma- und BioTech-Branche kaum von der Corona-Pandemie profitiert.
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