Es gibt Nachrichten, die gut klingen und trotzdem ein Fragezeichen hinterlassen. Bayer lieferte am Mittwoch so eine. Neue Analysen aus der Phase-III-Studie zu Asundexian zeigen, dass der experimentelle Gerinnungshemmer nicht nur das Risiko erneuter ischämischer Schlaganfälle bei bestimmten Patienten senkt, sondern auch deren Schweregrad. Weniger Schlaganfälle, weniger akute Eingriffe, und das Blutungsrisiko stieg im Vergleich zu Placebo nicht. Auf dem Papier klingt das ordentlich.
Der Haken sitzt tief
Denn Asundexian hat eine Vergangenheit. 2023 scheiterte der Wirkstoff in einer Studie für Patienten mit Vorhofflimmern. Das war der Moment, in dem Bayer die ursprünglichen Umsatzerwartungen von mehr als fünf Milliarden Euro still beerdigen musste. Geblieben ist die Hoffnung auf Blockbuster-Potenzial, also Jahresumsätze von mehr als einer Milliarde Euro, aber eben nur in einem engeren Patientensegment.
Das ist der Kontext, in dem man die neuen Daten lesen muss. Nicht als Triumph, sondern als Kurskorrektur nach einem schweren Rückschlag.
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Xarelto-Lücke wartet nicht
Bayer braucht Asundexian, und zwar dringend. Das Problem ist der auslaufende Patentschutz des hochmargigen Gerinnungshemmers Yarelto. Die Pharmasparte muss diese Lücke füllen, und Asundexian ist derzeit der aussichtsreichste Kandidat dafür. Der Konzern führt nach eigenen Angaben Gespräche mit Gesundheitsbehörden weltweit, um eine Marktzulassung zu sichern.
Ob die neuen Daten dabei helfen, ist offen. Details zu Zeitplan oder konkreten Behördengesprächen nannte Bayer nicht. Was bleibt, sind ermutigende Zahlen aus einer Studie und ein Unternehmen, das sie braucht, um mehr als nur eine gute Geschichte zu erzählen.
Mehr als eine Milliarde, weniger als fünf
Blockbuster-Potenzial klingt gut. Aber es ist eben auch die abgespeckte Version einer Erwartung, die mal deutlich größer war. Fünf Milliarden waren die Zahl, bevor Vorhofflimmern das Bild zerstörte. Jetzt spricht Bayer von einer Milliarde. Das ist kein Scheitern, aber es ist auch kein Befreiungsschlag.
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