Auf die am Montag begonnene Anhörung vor dem Supreme Court um das Glyphosat-Thema reagierten die Anleger zunächst sichtlich verunsichert. Offenbar stellten die Richter wohl etwas mehr Fragen, als es der Börse lieb gewesen wäre. Die Sorge vor einem unerfreulichen Urteil trieb die Bayer-Aktie zeitweise auf den tiefsten Stand im laufenden Jahr.
Noch immer konnte der Titel sich davon nicht erholen. 36,34 Euro standen heute Morgen noch auf dem Ticker und damit gut vier Prozent weniger als zu Jahresbeginn. Zugewinne aus dem Vorjahr bleiben zwar noch erhalten, doch die gute Stimmung scheint einen Dämpfer bekommen zu haben.
Bayer und Analysten sind zuversichtlich
Bayer selbst interpretiert den bisherigen Verhandlungsverlauf eher positiv. Am Montagaben begrüßte das Unternehmen es, dass der Supreme Court die Frage der Einheitilichkeit der Regulierung und des Vorrangs von Bundesrecht sorgfältig prüfe. Bisher kochen die einzelnen Bundesstaaten noch ihr eigenes Süppchen, weshalb Bayer teils Krebswarnungen auf glyphosathaltigen Produkten anbringen soll, obschon Bundesbehörden den Wirkstoff als unbedenklich einstuften.
Bayer AG Aktie Chart
Warme Worte gab es auch aus Richtung der Analysten. So zitiert etwa die „FAZ“ einen Experten der britischen Investmentbank Barclays, bei dem die Hoffnung auf einen guten Ausgang aus Sicht von Bayer noch weiter zugelegt hat. Richtig überzeugen lassen die Anleger sich aber noch immer nicht.
Geduld ist gefragt
Letztlich lässt sich nicht vorhersehen, zu welchem Urteil der Supreme Court kommen mag. Mit einer endgültigen Entscheidung wird im Juni gerechnet. Bis dahin können Anlegerinnen und Anleger nur darauf wetten, ob Bayer der große Befreiungsschlag gelingt oder das Thema Glyphosat Unternehmen sowie Aktienkurs noch weiter belasten wird.
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