Die Bawag PSK steuert auf das Finale ihrer Expansion in Irland zu. Ein mächtiger Verbündeter aus den USA gibt nun Rückenwind für den Kauf der Bank Permanent TSB. Das stärkt die Position der Wiener kurz vor der entscheidenden Abstimmung.
US-Berater stützt Übernahmeplan
Die einflussreiche Stimmrechtsberatung ISS empfiehlt den Aktionären der irischen Bank die Annahme des Angebots. Die Österreicher bieten 2,97 Euro je Aktie. ISS bezeichnete diesen Preis zwar als enttäuschend. Er liegt rund 20 Prozent unter dem Nettovermögenswert. Ohne den Verkauf drohen den Anteilseignern laut ISS jedoch noch größere Risiken.
Hürden fallen in Dublin
Für den Erfolg braucht die Bawag eine Mehrheit von 75 Prozent der Stimmen. Die irische Regierung hält 57,5 Prozent der Anteile und hat ihre Unterstützung bereits zugesagt. Damit ist die wichtigste Stimme gesichert.
Parallel dazu räumte ein Berufungsgericht rechtliche Zweifel aus dem Weg. Es wies die Klage kritischer Minderheitsaktionäre ab. Damit ist der Weg für die außerordentliche Hauptversammlung Ende Juli frei.
Rekordjagd an der Börse
Die Börse honoriert den Expansionskurs. Die Bawag-Aktie notiert aktuell bei 176,20 Euro und damit nur knapp unter ihrem Rekordhoch von 180,10 Euro. Seit Jahresbeginn kletterte der Titel um fast 35 Prozent nach oben.
Das Institut bringt derzeit 13,73 Milliarden Euro auf die Börsenwaage. Mit einem RSI von 64,4 wirkt das Papier trotz der Rallye noch nicht überhitzt.
Die finale Entscheidung fällt Ende Juli in Irland. Stimmen die Aktionäre wie erwartet zu, kann die Bawag ihr Wachstum im europäischen Ausland wie geplant forcieren.
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