BASF: Kursziel steigt – doch Risiken bleiben

Berenberg hebt das Kursziel für BASF an. Politik könnte kurzfristig stützen, doch strukturelle Probleme bleiben. Anleger müssen vorsichtig sein.

Auf einen Blick:
  • Kursziel steigt von 38 auf 48 Euro
  • Empfehlung von „Sell“ auf „Hold“
  • Politische Maßnahmen könnten Entlastung bringen
  • Überkapazitäten und hohe Kosten belasten Margen
  • Aktie stark konjunktur- und politikabhängig

Die Analysten von Berenberg haben ihre Einschätzung für die Aktie von BASF überraschend angehoben. Das Kursziel steigt von 38 auf 48 Euro, die Empfehlung wurde von „Sell“ auf „Hold“ geändert. Die BASF-Aktie notiert derzeit bei rund 48 Euro, womit sich kein Aufwärtspotenzial mehr ergibt.

Grund dafür ist weniger eine fundamentale Verbesserung der Chemienachfrage, sondern zunehmend politischer Rückenwind, der die Risiken aus der schwachen Marktphase teilweise ausgleicht.

BASF Aktie Chart

Die Branche leidet weiterhin unter Überkapazitäten, besonders aus China, die die Preise drücken. Konsensprognosen für 2026 sind in den letzten Monaten um rund 15 % gesunken. Berenberg erwartet dennoch ein EBITDA zwischen 6,7 und 7,2 Mrd. Euro. Mit dem aktuellen Kurs entspricht die Aktie etwa dem neunfachen des erwarteten EBITDA und liegt leicht über dem historischen Durchschnitt – aus Sicht der Bank nicht überteuert.

BASF: Das beflügelt die Aktie

Treiber der jüngsten Kursbewegungen sind politische Maßnahmen. Dazu zählen mögliche deutsche Fiskalpakete, die Verlängerung kostenloser EU-Emissionszertifikate und gezielte Handelsmaßnahmen gegen Billigimporte aus China.

Kürzlich verhängte Anti-Dumping-Maßnahmen für 1,4-Butandiol könnten BASF kurzfristig entlasten. Weitere Eingriffe wären denkbar, gleichzeitig können europäische Regelungen die ohnehin angespannte Lage komplexer machen.

Strukturell bleibt BASF belastet. Hohe Kapazitäten, insbesondere in der Ethylenproduktion, hohe Energie- und Standortkosten in Deutschland sowie moderate Aktienrückkäufe und reduzierte Dividenden drücken auf Margen und Image.

Für Anleger bedeutet das

Kurzfristig können politische Eingriffe Chancen eröffnen, die schwache Nachfrage auszugleichen. Mittelfristig bleiben operative und strukturelle Herausforderungen bestehen. Die Aktie bietet Potenzial, ist aber stark von Konjunktur, Politik und regulatorischen Entscheidungen abhängig. Bewertungsaufschläge sind daher gerechtfertigt, bergen aber Risiken, die Investoren genau im Auge behalten sollten.

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