JPMorgan hat das Kursziel deutlich gesenkt und bleibt klar auf Abstand. Für Anleger stellt sich die Frage, ob der Markt die Risiken gerade komplett ausblendet.
Die US-Bank senkt ihr Ziel für die BASF-Aktie von 40 auf 36 Euro und hält an der Einstufung „Underweight“ fest.
BASF Aktie Chart
Der Kern der Kritik sitzt tief
Die operativen Aussichten trüben sich weiter ein. Vor allem der Blick nach vorne bereitet Sorgen. Die jüngsten Quartalsdaten dürften die ohnehin schon gesenkten Gewinnerwartungen für 2026 weiter belasten. Genau hier sieht JPMorgan das Problem. Während die Ertragskraft nachlässt, hält sich der Aktienkurs erstaunlich gut.
Diese Diskrepanz gilt als gefährlich. Laut JPMorgan hat sich die Aktie von der wirtschaftlichen Realität abgekoppelt. In der aktuellen Marktphase zählt BASF demnach zu den teuersten zyklischen Chemiewerten überhaupt. Das passt aus Sicht der Analysten nicht zusammen. Sinkende Gewinnschätzungen treffen auf eine hohe Bewertung. Das Risiko einer Korrektur steigt.
Das ist das Problem bei BASF!
Besonders kritisch ist, dass viele Anleger die Stabilität des Kurses als Stärke interpretieren. JPMorgan warnt genau davor. Ein ruhiger Kurs bedeutet nicht automatisch ein gesundes Geschäftsmodell. Entscheidend bleibt die Fähigkeit, Gewinne zu erwirtschaften. Und genau hier sieht die Bank anhaltenden Druck.
Das neue Kursziel liegt deutlich unter dem aktuellen Börsenpreis. Die Botschaft ist eindeutig. JPMorgan rechnet mit Rücksetzern und sieht wenig Raum nach oben. Für Investoren heißt das: Vorsicht statt Hoffnung. Wer auf eine schnelle Trendwende setzt, ignoriert laut Analyse die fundamentalen Schwächen. BASF steht damit vor einem Vertrauensproblem. Nicht am Markt. Sondern bei den Zahlen.
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