BASF- und Bayer-Aktie: Der Wind hat sich gedreht!

Die Aktie von BASF entwickelte sich lange Zeit deutlich schlechter als die von Bayer. Das hat sich zuletzt geändert, wohl auch wegen der US-Bank Goldman Sachs.

Auf einen Blick:
  • Die BASF-Aktie hinkte lange der Entwicklung von Bayer an der Börse hinterher
  • Im Februar allerdings änderte sich das Bild, Ludwigshafen liegt vor Leverkusen
  • Goldman Sachs sieht bei beiden Papieren Kurschancen, bei BASF aber höhere
  • Andere Analysten haben für die Chemietitel derweil niedrigere Kursziele aufgerufen

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Aktie von Bayer gehörte in den vergangenen drei Monaten zu den großen Gewinnern im Dax: Ausgehend von rund 26 Euro im Xetra-Handel noch Anfang November, schoben sich die Papiere des Chemie- und Pharmakonzerns bis Ende Januar auf 46,74 Euro – und damit um rund 80 Prozent nach oben. Seitdem allerdings scheint die Luft ein wenig raus zu sein. Die Aktie von Wettbewerber BASF hingegen, Anfang November mit knapp 42 Euro bewertet, schaffte bis Ende Januar lediglich einen Aufschlag von gut zehn Prozent auf rund 46 Euro. Doch seitdem hat sich der Wind gedreht.

Denn während die Bayer-Aktie aktuell auf hohem Niveau verharrt, hat die BASF-Aktie im Februar einen ordentlichen Schub erlebt. Am Dienstag etwa, die Papiere der Leverkusener gaben sogar leicht nach, ging es mit denen der Ludwigshafener bis zum Abend um mehr als vier Prozent auf 50,92 Euro.

BASF Aktie Chart

Goldman Sachs hob Kursziel für BASF an

Auslöser war zweifellos auch die Neueinstufung durch eine US-Bank – und zwar für beide Unternehmenspapiere. Laut Medienberichten hat Goldman Sachs das Kursziel für BASF am Dienstag von 48 auf 62 Euro angehoben und die Einstufung folglich auf „Buy“ belassen. „Analystin Georgina Fraser verließ am Dienstag für Europas Chemiewerte die Deckung und wurde mit einem pro-zyklischen Ansatz optimistischer“, wie es hieß. Die Stimmung sei zwar noch schlecht, aber es gebe

  • erste Anzeichen der Wirtschaftsbelebung und Besserung des Branchenumfelds
  • für die BASF-Aktie sieht sie demnach weiteres Kurspotenzial von gut 22 Prozent

Bayer hofft auf Milliarden durch Asundexian

Frasers Kollege James Quigley nahm sich zum Wochenstart derweil der Aktie von Bayer an. Auch er vergab ein „Buy“, das Kursziel allerdings erhöhte er nicht. Nachdem die Papiere am Dienstag bei einem Kurs von knapp 46 Euro schlossen, sieht er bei einem fairen Wert von 54,50 Euro nur noch rund 18 Prozent Aufwärtspotenzial – trotz eines erwarteten, milliardenschweren Kandidaten aus der Pharmasparte.

Die Leverkusener sähen Asundexian als möglicherweise lebenslange Medikation, schrieb Quigley laut Wallstreet Online am Montag nach einer Online-Investorenkonferenz zur Präsentation des Gerinnungshemmers auf der Internationalen Schlaganfall-Konferenz (ISC). Das Bayer-Management sei optimistisch, dass der Spitzenumsatz eine Milliarde Euro übertreffen könnte – abhängig von Preisen und Versicherungsabdeckung. Der Goldman-Sachs-Analyst sieht für Asundexian sogar “Spielraum bis rund 3 Milliarden Euro“ bei im Schnitt zwölfmonatiger Behandlungsdauer. Falle sie länger aus, sei auch noch mehr drin, so Quigley.

UBS bei Bayer-Aktie eher skeptisch

  • Während Goldman Sachs also bei BASF und Bayer noch Luft nach oben sieht, gilt das bei weitem nicht für alle Beobachter
  • Die UBS etwa hatte die Einstufung für Bayer nach den Asundexian-Studiendaten mit einem Kursziel von nur 32 Euro auf „Neutral“ belassen

Sowohl die Wirksamkeit als auch das Sicherheitsprofil des Gerinnungshemmers habe auf der ISC für Applaus gesorgt, schrieb UBS-Analyst Matthew Weston. Der Präventionserfolg bei ischämischem Schlaganfall (Hirninfarkt) sei bedeutend. In der Schlaganfall-Prävention taxiert Weston das Marktpotenzial von Asundexian aktuell allerdings auf 1,5 Milliarden US-Dollar bei einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent. Dennoch geht er von einem mittelfristigen Rücksetzer für die Bayer-Aktie aus.

BASF-Kursziel bei nur 45 Euro belassen

Die Deutsche Bank hatte derweil die Einstufung für BASF Ende Januar auf „Hold“ mit einem Kursziel von 45 Euro belassen – und sieht sie someit ebenfalls aktuell als überbewertet an. Das operative Ergebnis des Chemiekonzerns habe die Erwartungen verfehlt, schrieb Virginie Boucher-Ferte laut Medienberichten nach vorläufigen Zahlen. Das Nettoergebnis und der freie Barmittelzufluss jedoch hätten von Einmaleffekten profitiert.

Bislang habe es keine Jahresziele für 2026 gegeben, hieß es. Nun werde auf den gesamten Bericht gewartet, der am 27. Februar veröffentlicht werden soll. Gut möglich, dass sich der Wind an den Märkten dann noch einmal dreht.

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