Erst 20 Prozent im März, jetzt nochmal 25 Prozent im April. BASF erhöht die Preise für seine Kunststoffadditive zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen, und zwar sofort, weltweit, ohne Übergangsfrist. Wer Antioxidantien, Prozessstabilisatoren oder Lichtstabilisatoren aus Ludwigshafen bezieht, zahlt seit diesem Montag spürbar mehr.
Der Iran-Konflikt als Preistreiber
Als Begründung nennt BASF die Verwerfungen durch den Iran-Konflikt, der im Februar eskalierte. Seitdem hat das Unternehmen die Preise für diese Produktgruppe kumuliert um gut 45 Prozent angehoben. Das trifft vor allem die Automobil- und Konsumgüterindustrie, die auf diese Additive angewiesen sind, um Kunststoffteile vor Hitze, Licht und Oxidation zu schützen.
Zwei Preisrunden in weniger als zwei Monaten, das ist kein schleichendes Anpassen, das ist ein Ruck.
Wer zahlt, wer schluckt?
Die entscheidende Frage ist nun, wie viel davon BASF tatsächlich beim Kunden durchsetzen kann. Eine Ankündigung ist das eine. Ob die Abnehmer in der Automobil- und Konsumgüterbranche die Aufschläge akzeptieren oder nach Alternativen suchen, ist das andere. BASF ist in diesem Segment zwar einer der globalen Platzhirsche, aber kein Monopolist.
Immerhin zeigt die Bereitschaft zur zweiten Runde, dass das Unternehmen die Marktlage als günstig genug einschätzt, um noch einmal nachzulegen. Ob das Kalkül aufgeht, werden die nächsten Quartalszahlen zeigen.
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