Die BASF-Aktie gerät unter Druck. Die Investmentbank Barclays hat das Rating von „Equalweight“ auf „Underweight“ gesenkt und ein Kursziel von 40 Euro festgelegt. Derzeit notiert sie bei knapp 50 Euro. Damit ergibt sich ein Abwärtspotenzial von 20 Prozent.
Grund sind schwache operative Ergebnisse und eine nach Ansicht der Analysten überhöhte Bewertung. Mit einem KGV von 143,76 erscheint die Aktie deutlich über ihrem fairen Wert, obwohl sie im vergangenen Jahr um rund 21 Prozent zugelegt hat.
BASF Aktie Chart
Barclays sieht in der aktuellen Bewertung eine Prämie für eine zyklische Erholung, die sich bislang nicht in den Geschäftszahlen widerspiegelt. Politische Nachrichten rund um den Emissionshandel stützten den Kurs nur kurzfristig. Die Fundamentaldaten zeigen jedoch keine Anzeichen für eine nachhaltige Trendwende bei Umsatz und Gewinn.
BASF: Darum die Abstufung
Die Herabstufung folgt auf die Gewinnwarnung für 2025. Besonders das vierte Quartal fiel schwach aus – die niedrigste Schlussrate seit zehn Jahren.
Für 2026 rechnet Barclays nur mit moderatem Wachstum von einem Prozent. Das bereinigte EBITDA soll 7,2 Mrd. Euro inklusive und 6,82 Mrd. ohne die Coatings-Sparte betragen.
Die Prognosen liegen leicht unter dem Konsens der Analysten und lassen wenig Spielraum für positive Überraschungen.
Anleger sollten außerdem die Veröffentlichung der Geschäftszahlen am 27. Februar im Blick behalten, die weitere Klarheit über den Ausblick bringen wird.
Für Investoren bedeutet das
Kurzfristig drohen weitere Rücksetzer, während die Aktie fundamental belastet bleibt. Wer auf schnelle Gewinne hofft, muss vorsichtig sein. Langfristig bleibt BASF weiterhin ein zyklischer Wert mit Risiken durch schwache operative Performance und hohe Bewertung.
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