BASF-Aktie: Der Steuerzahler hilft aus!

Der Chemiekonzern BASF profitiert von staatlichen Garantien für verlorene Russland-Aktivitäten und erhält erste Zahlungen in Millionenhöhe.

Auf einen Blick:
  • Staatliche Zahlungen als Folge von Russland-Sanktionen
  • Erste Erstattungen von 229 Millionen Euro erhalten
  • Mögliche Gesamtsumme von bis zu 1,8 Milliarden Euro
  • Unternehmen kämpft weiter mit Branchenkrise

Die jüngsten Bilanzen von BASF fielen alles andere als erfreulich aus. Da kommt eine kleine Finanzspritze vom deutschen Steuerzahler gerade recht. Ermöglicht wurde jene bereits im vergangenen Jahr aufgrund der sukzessiven Beschlagnahmung der Russlandaktivitäten von Wintershall DEA infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

Wie das „Handelsblatt“ berichtet, gehen die Aktivitäten der BASF-Tochter auf eine Initiative der Bundesregierung im Jahr 2016 zurück. Damals erhielt BASF Garantien für Investitionen in Russland zugesprochen. Im dritten Quartal erfolgten nun Zahlungen von 229 Millionen Euro und im vierten Quartal scheinen weitere Zahlungen in unbekannter Höhe geflossen zu sein.

BASF hält sich noch bedeckt

BASF äußerte sich bisher nur sehr verhalten zu dem Vorgehen. Gegenüber der Zeitung wurde grundsätzlich bestätigt, dass es Erstattungen gab, die in Form von Dividenden aus dem Bilanzgewinn an die Gesellschafter von Wintershall DEA, also BASF,  ausgeschüttet werden sollen. Details soll es erst zur Vorlage der Jahreszahlen Ende Februar geben.

Die Anleger stören sich freilich nicht daran, dass ein Versicherungsfall BASF etwas Luft zum Atmen verschafft. Das Unternehmen hat noch immer mit einer Krise in der Chemiebranche zu kämpfen. Die Nachfrage lässt zu wünschen übrig und die Margen sahen auch schon einmal besser aus. Am Hungertuch nagt BASF zwar nicht. An der Börse kann der Konzern aufgrund fehlender Wachstumsaussichten aber seit Langem nicht mehr punkten.

BASF Aktie Chart

War das nur der Anfang?

Wie viel Steuergeld BASF letztlich verbuchen können wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Das Handelsblatt schätzt aber, dass es sich um bis zu 1,8 Milliarden Euro handeln könnte. Daraus ergeben sich vielleicht nicht die hübschesten Schlagzeilen. Doch Kritik an dem Ganzen scheint nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand eher gegenüber der damaligen Bundesregierung als gegenüber BASF angebracht. Der Konzern nimmt schlicht eine Versicherungsleistung in Anspruch.

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