BASF macht Ernst. Der Ende Juli angekündigte Aktienrückkauf ist am 3. August 2026 tatsächlich angelaufen. Die Aktie reagiert darauf zunächst nicht euphorisch, sondern verliert 1,43 Prozent auf 50,27 Euro.
Die Details zum Programm
Der Vorstand hatte den Rückkauf bereits am 29. Juli 2026 beschlossen. Bis spätestens 30. April 2027 will BASF eigene Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Euro zurückkaufen. Die Obergrenze liegt bei 77 Millionen Aktien.
Rechtliche Basis ist eine Ermächtigung der Hauptversammlung nach dem Aktiengesetz. Sie erlaubt BASF den Rückkauf von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals bis zum 29. April 2031. Zum Zeitpunkt des Beschlusses entsprach das 89,3 Millionen Aktien.
Ganz neu ist die Kapitalrückführung nicht. Von Mai bis Juni 2026 hatte BASF unter derselben Ermächtigung bereits 12,1 Millionen Aktien zur Einziehung erworben. Das aktuelle Programm setzt diese Strategie fort.
Unabhängige Bank steuert den Kauf
Eine von BASF beauftragte Bank führt den Rückkauf durch. Sie entscheidet über den Zeitpunkt der Käufe unabhängig vom Unternehmen. Das schreibt die EU-Verordnung 2016/1052 so vor.
BASF behält sich dabei Flexibilität vor. Der Konzern kann den Rückkauf jederzeit stoppen, unterbrechen oder wieder aufnehmen, solange die rechtlichen Vorgaben das zulassen.
Für Transparenz sorgt eine Meldepflicht. BASF muss jede Transaktion spätestens am siebten Handelstag nach der Ausführung bekanntgeben. Die Angaben bleiben mindestens fünf Jahre lang auf der Unternehmenswebsite abrufbar.
Was der Rückkauf für Aktionäre bedeutet
Mit dem konkreten Startdatum wird aus der Ankündigung nun echtes Handeln. BASF will damit Kapital an die Aktionäre zurückgeben, die Kapitalstruktur straffen und den Gewinn je Aktie steigern. Weniger Aktien im Umlauf bedeuten rechnerisch einen höheren Gewinnanteil pro verbliebenem Papier.
Der Kursrücksetzer am Starttag ändert daran wenig. Die Aktie bleibt mit einem Abstand von 8,7 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 55,05 Euro in einer Konsolidierung nach dem starken Lauf der Vorwochen. Über die kommenden Monate wird sich zeigen, wie viel vom Milliarden-Volumen die Bank tatsächlich am Markt platziert — die nächsten Meldungen dazu sind laut Vorgabe spätestens sieben Handelstage nach jeder Transaktion fällig.
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