BASF-Aktie: Ritt auf der Rasierklinge?

BASF hat seinen neuen, nachhaltigen Verbundstandort in China eröffnet. Während das Werk die Präsenz im größten Chemiemarkt stärkt, warnen Kritiker vor geopolitischen Abhängigkeiten.

Auf einen Blick:
  • Größtes Einzelprojekt mit 8,7 Mrd. Euro Investition
  • Nachhaltiger Standort mit Grünstrom und reduzierten Emissionen
  • Strategie fokussiert auf lokale Produktion für den chinesischen Markt
  • Kritik an geopolitischen Risiken und neuer Abhängigkeit

Nach vielen Jahren der Entwicklung und des Baus hat es BASF nun endlich geschafft: Kürzlich weihte der deutsche Chemiekonzern in Zhanjiang im Süden Chinas offiziell seinen neuen Verbundstandort ein – eines der größten Einzelprojekte in der Unternehmensgeschichte.

BASF-Aktie: Chemiekonzern betont Nachhaltigkeit in China

Auf rund vier Quadratkilometern entstand dort ein vollständig integrierter Chemiestandort, der Basischemikalien, Zwischenprodukte und Spezialchemikalien für Branchen wie Transport, Elektronik, Konsumgüter oder Körperpflege herstellt. Mehr als 2.000 Mitarbeiter sind bereits vor Ort tätig.

Der Standort setzt stark auf Nachhaltigkeit: Er wird komplett mit erneuerbarem Strom betrieben, abgesichert durch langfristige Grünstromverträge und Investitionen in einen Offshore‑Windpark. Durch Prozessinnovationen und die Verbundintegration sollen die CO2‑Emissionen im Vergleich zu einem klassischen petrochemischen Standort um bis zu 50 % sinken.

Herzstück ist ein neuer Steamcracker mit einer Kapazität von einer Million Tonnen Ethylen pro Jahr – der weltweit erste Cracker, dessen Hauptverdichter vollständig elektrisch und mit Grünstrom laufen.

BASF hat das Projekt nach eigenen Angaben unter Budget und termingerecht abgeschlossen. Die Gesamtinvestition liegt bei rund 8,7 Mrd. Euro. Bereits 18 Anlagen und 32 Produktionslinien wurden hochgefahren, über 70 Produkte sind in der Fertigung. Der Großteil der Produktion bleibt im Land und folgt der „local‑for‑local“-Strategie, mit der BASF seine Position im weltweit größten Chemiemarkt weiter stärkt.

BASF-Aktie: Kritiker warnen vor neuer Abhängigkeit

Zhanjiang ist nun der drittgrößte Verbundstandort des Konzerns nach Ludwigshafen und Antwerpen und soll eine zentrale Rolle für das künftige Wachstum in China spielen. Kritiker befürchten hingegen, dass sich BASF mit seinem Mega-Werk nun erneut in prekäre Abhängigkeiten begibt – und das in einer Phase, in der das politische Konfliktpotenzial mit China sehr groß ist, unter anderem wegen der von Peking immer wieder angedrohten Invasion Taiwans.

BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 16. April liefert die Antwort:

Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)