BASF-Aktie: Risikoreich!

Der Chemiekonzern BASF eröffnet ein neues Milliardenwerk in China, sieht dort das größte Wachstum, steht aber vor Überkapazitäten und geopolitischen Unsicherheiten.

Auf einen Blick:
  • Neuer Milliardenstandort in Zhanjiang startet im ersten Quartal
  • China als wichtigster Wachstumsmarkt für den Konzern
  • Bestehende Überkapazitäten im Chemiesektor drücken Margen
  • Geopolitische Spannungen bergen hohe Investitionsrisiken

Im Laufe des ersten Quartals will BASF seinen neuen Verbundstandort im chinesischen Zhanjiang eröffnen. Rund zehn Milliarden Euro hat der Chemiegigant investiert, um den nach Ludwigshafen und Antwerpen drittgrößten Standort des Unternehmens aus dem Boden zu stampfen. Konzernchef Markus Kamieth betonte dabei immer wieder Chancen, welche sich aus dem Engagement ergeben würden.

Für die Zukunft erwartet BASF mit Abstand das meiste Wachstum in China, weshalb man es sich nicht erlauben könne, nicht mitzuspielen. Allerdings gibt es auch einige Zweifel an den milliardenschweren Investments. Das Portal „Wallstreet Online“ warnt vor teils unberechenbaren Risiken und stellt implizit die Frage, ob sich die Sache unter dem Strichen lohnt.

Steuert BASF auf den nächsten Schock zu?

Als wenig vorteilhaft erweist sich für BASF, dass China schon jetzt über Überkapazitäten im Chemiebereich verfügt. Dadurch bedingt sind keine allzu üppigen Margen zu erwarten. Die neue Präsenz des deutschen Konzerns könnte die Lage sogar noch verschärfen. BASF selbst setzt vor allem darauf, langfristig aufgrund effizienter und CO2-armer Anlagen punkten zu können.

Abseits der Margen gibt es aber auch politische Sorgen. In Russland musste BASF nach der russischen Invasion in der Ukraine bereits Milliarden abschreiben. Die Sorge davor, dass ein solches Szenario auch in China bei einem möglichen Angriff auf Taiwan drohen könnte, ist nicht ganz unbegründet. Schließlich verliert die regelbasierte Ordnung dieser Tage mehr und mehr an Bedeutung, während das Recht des Stärkeren wieder en vogue zu sein scheint. Chinas bekräftigt derweil gebetsmühlenartig den eigenen Anspruch auf Taiwan.

Es wird nicht langweilig

BASF Aktie Chart

Nun ist eine Eskalation noch lange nicht in Stein gemeißelt und es gibt für BASF tatsächlich viele gute Gründe, um in China nicht nachzulassen. Weglächeln lassen sich die Risiken jedoch trotzdem nicht. BASF setzt auf eine Expansion in einem autokratischen Land in mehr als heiklen Zeiten. Wohl auch deshalb verfallen die Anleger weiterhin nicht in Feierstimmung. Die BASF-Aktie notierte heute morgen mit 43,89 Euro weiterhin auf sehr überschaubarem Niveau.

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