Kamieth wirbt für Allianzen in der Spezialchemie
Die Diskussion um die künftige Aufstellung der europäischen Chemiebranche gewinnt an Schärfe. Laut Handelsblatt ergebe aus Sicht von BASF-Vorstandschef Markus Kamieth eine Verbindung mit einem weiteren starken Spezialchemieanbieter vor allem aus industrieller Logik Sinn. BASF hatte zuvor Sondierungsgespräche mit dem Essener Konkurrenten Evonik bestätigt, der das Übernahmeangebot jedoch zurückgewiesen hatte.
Ermittlungen nach Betriebsunfall im Stammwerk
Neben den strategischen Weichenstellungen meldete BASF am Donnerstag ein folgenschweres Ereignis am Hauptstandort. Im Werksteil Süd in Ludwigshafen kam ein Mitarbeiter einer externen Firma bei Arbeiten an einem Bagger ums Leben. Das Unternehmen hat Untersuchungen eingeleitet, um den genauen Unfallhergang aufzuklären.
Gleichzeitig arbeitet der Konzern an der Vermarktung neuer Spezialprodukte. Mit GLYTHERMIN DC PG 25 brachte BASF am Donnerstag ein Kühlmittel für Rechenzentren auf den Markt, das für den Einsatz im System NVIDIA DSX zertifiziert wurde. Kommende Woche stehen weitere Fachauftritte an: Auf dem SEPAWA Congress 2026 halten Experten des Konzerns am 14. Oktober mehrere Vorträge.
Parallel dazu stützte das Unternehmen den eigenen Kurs: Im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms erwarb BASF vor gut einer Woche insgesamt 805.398 eigene Anteile.
An der Börse ging die Aktie am Freitag bei 51,63 Euro aus dem Handel. Trotz der jüngsten Schwankungen verzeichnet das Papier seit Jahresanfang ein Kursplus von 16 Prozent. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 55,05 Euro fehlen der Notierung aktuell 6,2 Prozent. Aufschluss über die operative Verfassung der Segmente erhalten die Anleger zum Monatsende: Am 28. Oktober legt BASF den Quartalsfinanzbericht für das dritte Quartal 2026 vor.
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