Für die BASF-Aktie ging es am Donnerstagvormittag in einem schwachen Börsenumfeld nach unten – um 2,7 % auf 47,0 Euro. Dennoch: Seit Beginn des Iran-Kriegs performte die Aktie unterm Strich etwas besser als der gesamter Dax (Stand: 19.03.2026, 10:00 Uhr).
BASF-Aktie: Öl- und Gas-Rallye – Chemiekonzern erhöht Preise
Auswirkungen habe der Krieg und die hohen Preise für Öl und Gas freilich auch auf das Geschäfts des Chemiekonzerns, der auf die fossilen Energieträger angewiesen ist. BASF musste daher am Mittwoch gleich drei Preismaßnahmen ankündige, um die höheren Rohstoffkosten zu kompensieren.
So erhöht der Konzern den Preis für Ameisensäure in Europa um 250 Euro pro Tonne. Eingesetzt wird sie u. a. in Futtermitteln, Silage, Trinkwasserhygiene und als Prozesshilfsmittel in der Chemie.
Für Neopentylglykol – ein wichtiges Zwischenprodukt für Polyesterharze, Schmierstoffe und Weichmacher – steigen die Preise um 350 Euro pro Tonne.
Der gesamte Bereich Home Care, Industrial & Institutional Cleaning sowie Industrial Formulators erhöht die Preise zudem um bis zu 30 %, bei einzelnen Produkten sogar darüber hinaus.
Neben den hohen Preisen für Öl und Gas betonte BASF unter anderem auch die mangelnde Verfügbarkeit der Rohstoffe und die die steigenden Logistikkosten.
BASF-Aktie: Werden die höheren Preise akzeptiert?
Zur Einordnung: Entscheidend für BASF ist jetzt vor allem, wie stark die direkten Kunden auf alternative Anbieter ausweichen können. Je geringer die Verfügbarkeit vergleichbarer Produkte und je höher der Zeitdruck in den Lieferketten, desto eher akzeptieren Abnehmer die höheren Preise.
Da die Kostensteigerungen infolge des Iran‑Kriegs global wirken und damit auch Wettbewerber treffen, stehen die Chancen gut, dass BASF die Preissteigerungen durchsetzen kann. Am Ende entscheidet jedoch der Verbraucher, an den die Erhöhungen bei den chemischen Produkten final weitergegeben werden, mit seinem Konsumverhalten.
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