Die BASF-Aktie bewegt sich in einem Spannungsfeld. Während der Konzern mit „CoreShift“ ein radikales Sparprogramm ausrollt, kämpft das Papier an der Börse mit technischen Hürden. Am Freitag schloss die Aktie im XETRA-Handel bei 50,64 Euro — nahezu unverändert zum Vortag, aber deutlich unter der 50-Tage-Linie bei 52,05 Euro.
20 Prozent weniger Fixkosten bis 2029
Das neu geschaffene „Core Transformation Office“ unter Julia Raquet soll die Effizienz in den Kernsegmenten Chemicals, Materials, Industrial Solutions sowie Nutrition & Care steigern. Das Ziel ist ambitioniert: Bis 2029 sollen die zahlungswirksamen Fixkosten in diesen Bereichen um bis zu 20 Prozent gegenüber 2024 sinken.
Vorstandschef Markus Kamieth setzt dabei auf bessere Nutzung der Verbundsynergien. Parallel dazu fließen jährlich rund 1,5 Milliarden Euro in den Erhalt und die Modernisierung des Stammwerks Ludwigshafen — ein Signal, dass die grüne Transformation trotz Sparmaßnahmen vorangetrieben wird.
Operativ stabilisiert, Nachfrage bleibt schwach
Das erste Quartal 2026 zeigte bereits Fortschritte. Das Ergebnis je Aktie kletterte auf 1,06 Euro, nach 0,91 Euro im Vorjahr. Für das Gesamtjahr hält das Management an der EBITDA-Prognose zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro fest.
Belastend wirken geopolitische Spannungen und volatile Rohstoffpreise. Die Nachfrageschwäche in der Automobilbranche und im Baugewerbe bleibt ein Risikofaktor für das zweite Halbjahr.
Charttechnische Hürde bei 52 Euro
Seit Jahresbeginn legte die Aktie um 13,19 Prozent zu, auf Monatssicht gab sie allerdings 5,72 Prozent ab. Mit dem aktuellen Kurs von 50,64 Euro liegt das Papier 2,70 Prozent unter der 50-Tage-Linie — ein kurzfristiger Widerstand, dessen Überwinden für ein neues Kaufsignal notwendig wäre.
Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt bei 46,67 Euro beträgt komfortable 8,50 Prozent. Solange dieser Puffer hält, bleibt der mittelfristige Trend intakt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 54,70 Euro trennen die Aktie derzeit 7,42 Prozent.
Quartalszahlen im Juli entscheidend
Das laufende Aktienrückkaufprogramm soll planmäßig Ende Juni abgeschlossen werden. Im Juli folgen die Zahlen für das zweite Quartal. Investoren erwarten konkrete Hinweise, wie schnell CoreShift in der Bilanz sichtbar wird und ob die Ertragskraft in den Basissegmenten trotz schwierigem Umfeld weiter zulegt.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 31. Mai liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
