BASF Agricultural Solutions hat eine Vereinbarung zum Verkauf sämtlicher Produktionsanlagen im Industriepark Höchst an die ProChem InnoTec GmbH geschlossen.
BASF-Aktie: Chemiekonzern kehrt Höchst den Rücken
Die Anlagen wurden bislang für die Herstellung von Glufosinat‑Ammonium genutzt, deren Produktion BASF Ende 2024 eingestellt hat. Bereits damals hatte der Chemiekonzern eine Veräußerung der Assets in Höchst angekündigt.
Mit dem Verkauf zieht sich BASF nun vollständig aus dem traditionsreichen Standort zurück. Die Transaktion soll bis Ende des ersten Quartals 2027 abgeschlossen sein, sobald die umfangreichen Reinigungsarbeiten beendet sind.
Für ProChem InnoTec ist der Erwerb ein bedeutender Wachstumsschritt. Das Unternehmen, Teil der ProChem‑Gruppe und bereits mit zwei Betrieben im Industriepark vertreten, stärkt damit seine Position als Anbieter chemischer Auftragssynthese. Die übernommenen Anlagen verfügen über eine genehmigte Kapazität von mehr als 24.000 Tonnen pro Jahr – ein ungewöhnlich großer Kapazitätszuwachs für das Unternehmen, zumal in einem hochregulierten Umfeld.
ProChem hatte zuletzt auch Wirkstoffbetriebe von Evonik übernommen und baut sein CDMO‑Portfolio damit konsequent aus. CDMO bezeichnet einen Auftragshersteller, der für andere Firmen chemische oder pharmazeutische Produkte entwickelt und produziert.
BASF-Aktie: Neustrukturierung soll Kosten reduzieren
BASF betont, dass der Verkauf Teil einer strategischen Neuausrichtung des globalen Produktionsnetzwerks sei. Damit will der Konzern seine in den letzten Jahren ausufernde Kostenstruktur verbessern.
Die Agrarsparte investiere weiterhin stark in Forschung und Entwicklung und erzielte 2025 einen Umsatz von 9,6 Mrd. €. Der Fokus liege künftig aber stärker auf innovativen Lösungen entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette, so der Chemiegigant.
Finanzielle Details zu dem Deal wurden indes nicht veröffentlicht.
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