Die Zahlen sind da und sie sind ernüchternd. BASF hat gestern vorläufige Ergebnisse vorgelegt, die unter der eigenen Prognose liegen. Das bereinigte EBITDA kam auf 6,6 Milliarden Euro und verfehlte damit die vom Konzern selbst in Aussicht gestellte Spanne von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro. Auch der Analystenkonsens von 6,7 Milliarden Euro wurde nicht erreicht. Die Aktie verlor am Freitag im frühen Handel über 1,5 Prozent.
Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von 7,2 Milliarden Euro auf jetzt 6,6 Milliarden Euro. Die Umsätze sanken ebenfalls von 61,4 Milliarden Euro auf 59,7 Milliarden Euro. Negative Währungseffekte, leicht rückläufige Verkaufspreise und niedrigere Margen haben dem Chemiekonzern zugesetzt. Dazu kamen deutlich höhere Restrukturierungskosten, die auf das Ergebnis drückten.
Lichtblick beim Cashflow, aber die Sorgen bleiben
Immerhin gab es eine positive Überraschung beim Free Cashflow. Mit 1,3 Milliarden Euro lag dieser mehr als doppelt so hoch wie von Experten erwartet. Auch der Nettogewinn übertraf mit 1,6 Milliarden Euro die Erwartungen und lag über dem Vorjahreswert von 1,3 Milliarden Euro. Hauptgrund dafür waren höhere Erträge aus der Restbeteiligung an Wintershall Dea.
Doch diese positiven Aspekte können nicht darüber hinwegtäuschen, dass BASF in einem schwierigen Umfeld steckt. Die schwache globale Nachfrage trifft die Chemieindustrie hart. Der Branchenverband VCI hat sogar von einem drohenden Kollaps der deutschen Chemieindustrie gesprochen. Besonders der Standort Ludwigshafen steht unter Druck. Hohe Energiepreise und bürokratische Hürden führen zu massiven Stellenstreichungen. Bis Ende 2026 will BASF die jährlichen Kosten um 2,1 Milliarden Euro senken.
Analysten von J.P. Morgan rechnen nun mit weiteren Gewinnkürzungen für 2026. Die Schätzungen könnten um 2 bis 3 Prozent beim bereinigten EBITDA und um 5 Prozent beim Gewinn je Aktie nach unten gehen. Die vollständigen Jahreszahlen legt BASF am 27. Februar vor. Bis dahin dürfte die Aktie unter Druck bleiben.
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