BASF Aktie: CoreShift senkt Kosten bis 2029

BASF startet das Effizienzprogramm „CoreShift“ und senkt Fixkosten bis 2029 um ein Fünftel. Trotz geopolitischer Risiken hält der Chemiekonzern an seiner Jahresprognose fest.

Auf einen Blick:
  • „CoreShift“ senkt Betriebskosten drastisch
  • Geopolitische Konflikte belasten Rohstoffversorgung
  • Stellenabbau in Ludwigshafen läuft
  • Börsengang der Agrarsparte für 2027 geplant

BASF dreht an einer der größten Stellschrauben seiner Konzerngeschichte. Das Effizienzprogramm „CoreShift“ soll die fixen Betriebskosten im Kerngeschäft bis 2029 um ein Fünftel senken — gemessen am Basisjahr 2024. Der Druck dahinter ist real.

Geopolitik trifft Chemieriese

BASF-Chef Markus Kamieth warnt offen vor einem schwierigen zweiten Halbjahr. Konflikte zwischen den USA, Israel und dem Iran könnten Rohstoffe wie Schwefel und Helium verknappen. Das würde die Automobilproduktion bremsen — einen der wichtigsten Abnehmermärkte des Konzerns.

Kein Wunder, dass BASF nicht abwartet.

Am Stammsitz Ludwigshafen entfielen seit Anfang 2024 rund 2.800 Stellen. Das Programm geht aber über Stellenabbau hinaus: IT-Systeme werden weltweit vereinheitlicht, Künstliche Intelligenz stärker eingesetzt. Randbereiche verkauft der Konzern konsequent — das Silikat-Geschäft in Düsseldorf geht an einen US-Käufer.

Jahresziel bleibt stehen

Trotz der Unsicherheiten hält BASF an seiner Prognose fest. Das operative Ergebnis vor Sonderposten soll 2026 zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro liegen. Branchenverband VCI beschreibt das Umfeld nüchtern: schwacher Jahresstart, belastet durch hohe Energiekosten und Bürokratie.

Die Aktie spiegelt die Skepsis wider. Mit 49,30 Euro notiert das Papier rund zehn Prozent unter dem April-Hoch von 55,05 Euro. Auf Jahressicht liegt es dennoch gut zehn Prozent im Plus.

Einen konkreten Termin haben Anleger bereits im Blick: Für 2027 plant BASF den Börsengang der Agrarsparte — ein Vorhaben, das die Bewertung des Konzerns neu sortieren könnte.

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