Bei BASF greifen die Zahnräder ineinander. Der Chemie-Riese baut seine Struktur drastisch um. Die Agrarsparte geht eigene Wege. Parallel dazu fließen Milliarden in den Aktienrückkauf. Das Tempo überrascht.
Weg frei für Agrar-Börsengang
Die Hauptversammlung hat Ende April grünes Licht gegeben. BASF lagert den Bereich Agricultural Solutions in eine eigenständige Tochtergesellschaft aus. Livio Tedeschi führt die neue Einheit künftig operativ getrennt. Dies ist die Basis für den Börsengang in Frankfurt. Das Listing peilt das Management für 2027 an.
Nach dem IPO will die Muttergesellschaft die Mehrheit behalten. Die Sparte ist ein Schwergewicht. Sie erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von knapp zehn Milliarden Euro. Experten begrüßen die Trennung. Die Strategie dahinter: Agrochemie und Spezialchemie folgen völlig unterschiedlichen Marktzyklen.
Harter Sparkurs zeigt Wirkung
Auch abseits der Strukturreform drückt BASF aufs Tempo. Das Sparprogramm übertrifft die Erwartungen. Bis Ende 2025 hat der Konzern die Kosten um 1,7 Milliarden Euro gesenkt. Das sind 100 Millionen Euro mehr als geplant.
Bis Ende 2026 soll die Entlastung auf 2,3 Milliarden Euro steigen. Dafür zahlt die Belegschaft einen hohen Preis. Seit Ende 2023 hat BASF rund 4.800 Stellen abgebaut. Betriebsbedingte Kündigungen in Ludwigshafen sind jedoch bis 2028 ausgeschlossen.
Flankierend belohnt das Unternehmen seine Aktionäre. Ein milliardenschweres Rückkaufprogramm läuft auf Hochtouren. Bisher sammelte BASF über 24 Millionen eigene Aktien ein. Der Konzern vernichtet diese Papiere anschließend. Das verknappt das Angebot und stützt den Gewinn je Aktie.
Prognose steht, Aktie am Widerstand
Das operative Geschäft bleibt trotz eines globalen Überangebots auf Kurs. Der Vorstand bestätigt das Gewinnziel für 2026. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro landen.
Im ersten Quartal stieg der Gewinn je Aktie bereits auf 1,06 Euro. Einzig der Nahost-Konflikt bleibt ein unberechenbares Risiko. Mögliche Preisschocks bei Energie und Rohstoffen lassen sich aktuell kaum kalkulieren.
An der Börse kommt der Umbau gut an. Seit Jahresbeginn kletterte die BASF-Aktie um fast 18 Prozent. Am Freitag schloss das Papier bei 52,63 Euro. Damit nähert sich der Kurs einer massiven Hürde. Die Zone um 54,50 Euro bremste Aufwärtsbewegungen in den vergangenen Jahren zuverlässig aus.
Ein Ausbruch über diese Marke wäre ein starkes technisches Signal. Am 10. April markierte die Aktie bei 54,70 Euro bereits ein neues 52-Wochen-Hoch. Fällt dieser Widerstand dauerhaft, ändert sich das langfristige Chartbild. Bis dahin diktieren die Fortschritte beim Agrar-IPO das Tempo.
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