BASF kauft eigene Aktien in hohem Tempo zurück. Der Chemiekonzern hat für die erste Maiwoche weitere Millionen Stücke gemeldet und nähert sich damit dem Ende des laufenden Programms. Interessant ist der Zeitpunkt: Die Aktie läuft stark, während das operative Umfeld weiter schwierig bleibt.
Am Markt kommt die Kapitaldisziplin an. Der Kurs liegt aktuell bei 53,91 Euro und gewinnt am Mittwoch 1,26 Prozent. Seit Jahresanfang summiert sich das Plus auf 20,50 Prozent.
Rückkaufprogramm nimmt Fahrt auf
Zwischen dem 4. und 8. Mai erwarb BASF 4.812.797 eigene Aktien. Seit dem Start des Programms summiert sich die Zahl der zurückgekauften Papiere auf 24.333.075 Stück. Der Erwerb läuft über eine beauftragte Bank an Xetra und weiteren Handelssystemen.
Das Programm umfasst bis zu 1,5 Milliarden Euro und soll bis Ende Juni abgeschlossen werden. Es ist Teil eines größeren Kapitalrückgabeplans, den BASF auf dem Capital Markets Day im September 2024 vorgestellt hatte.
Wichtig ist der Zweck: Die erworbenen Aktien sollen eingezogen werden. Dadurch sinkt die Zahl der ausstehenden Aktien, was den Gewinn je Aktie stützen kann, sofern die operative Entwicklung mitspielt. Genau dort liegt der entscheidende Punkt.
Sparprogramm federt Gegenwind ab
BASF arbeitet parallel am Kostenblock. Bis Ende 2025 erreichte der Konzern jährliche Einsparungen von rund 1,7 Milliarden Euro und lag damit über dem ursprünglichen Ziel. Für Ende 2026 erwartet das Management nun 2,3 Milliarden Euro statt zuvor geplanter 2,1 Milliarden Euro.
Das ist mehr als Kosmetik. In einem schwachen Chemieumfeld zählt jeder Puffer, vor allem wenn Nachfrage und Währungen belasten. Im ersten Quartal sank der Umsatz um 3 Prozent auf 16,02 Milliarden Euro.
Trotzdem hält der Konzern an seiner Prognose für 2026 fest. Das wirkt am Markt stabilisierend, ersetzt aber keine echte Nachfrageerholung. Der starke Aktienlauf zeigt, dass Investoren derzeit vor allem auf Kapitalrückgaben, Kostendisziplin und Bilanzstärkung setzen.
Verpackungen als Zukunftsthema
Neben dem Kapitalmarktprogramm rückt BASF nachhaltige Verpackungslösungen nach vorn. Auf der interpack in Düsseldorf präsentierte der Konzern Anwendungen für recyclingfreundlichere Systeme, darunter Papierbarrieren mit UPM Specialty Materials und Harzlösungen der Joncryl-HPB-Reihe.
Der regulatorische Druck hilft dem Thema. Strengere Vorgaben für Verpackungen und Recyclingziele erhöhen den Bedarf an Materialien, die Schutzfunktionen und Wiederverwertbarkeit besser verbinden. BASF platziert sich hier als Zulieferer für eine Branche im Umbau.
Bis 2028 will BASF mindestens 12 Milliarden Euro an Aktionäre zurückgeben. Nach dem geplanten Ende des laufenden Rückkaufs im Juni rückt damit der nächste Schritt im Kapitalrückgabeplan näher. Operativ bleibt der Free Cashflow die harte Messlatte: Für 2026 erwartet BASF eine Spanne von 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro.
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