Barrick Mining hat einen drohenden Arbeitskampf an seinem wichtigen Goldminenkomplex Loulo-Gounkoto in Mali beigelegt. Ein Unternehmenssprecher sowie ein Gewerkschaftsvertreter bestätigten der Nachrichtenagentur Reuters, dass beide Seiten gestern einen neuen Tarifvertrag unterzeichnet haben. Damit ist der angekündigte Streik abgewendet, der andernfalls am heutigen Montag den Betrieb der westafrikanischen Anlage lahmgelegt hätte.
Streitpunkte bei Vergütungen gelöst
Die Arbeitnehmervertretungen hatten am 18. September formelle Streikankündigungen eingereicht. Im Mittelpunkt des Konflikts standen nach Reuters-Berichten Uneinigkeiten über Überstundenzahlungen sowie die Erstattung von Missionsauslagen. Die gestrige Einigung verhindert nun Arbeitsniederlegungen an einem zentralen Förderstandort des Rohstoffkonzerns.
Für das Unternehmen bedeutet der rasche Kompromiss wichtige operative Planungssicherheit. Ein Stillstand hätte die Goldförderung im laufenden Quartal empfindlich treffen können.
Technologischer Wandel und Kursgeschehen
Abseits der Einigung in Mali treibt der Konzern die Modernisierung seiner Minen voran. Am 23. September wählte das nordamerikanische Geschäft von Barrick Mining die Autonomy-Plattform von Avathon als Partner für einen KI-gestützten Minenbetrieb aus.
An der Börse notierte das Papier zuletzt fester. Am Freitag ging die Aktie bei 60,70 CAD aus dem Handel, was einem Tagesgewinn von 1,5 Prozent entsprach. Zum 52-Wochen-Hoch von 74,00 CAD besteht damit weiterhin etwas Abstand. Am Donnerstag hatten steigende Anleiherenditen und Zinserwartungen den gesamten Goldminensektor belastet.
Analysten heben Katalysatoren hervor
Analysehäuser blicken derweil wohlwollend auf das operative Potenzial des Konzerns. Die Experten von TD Cowen stuften Barrick Mining am 22. September als eine ihrer besten kanadischen Ideen ein. Sie verwiesen dabei auf die operative Umsetzung, den freien Barmittelfluss sowie einen geplanten nordamerikanischen Börsengang und nannten ein Kursziel von 59 $ beziehungsweise 82,60 CAD.
Bereits am 21. September hatte Bernstein-Analyst Bob Brackett die Einstufung mit „Outperform“ bestätigt. Er senkte jedoch das Kursziel von 61,00 $ auf 56,50 $. Mit dem Ende des Arbeitskonflikts in Mali fällt für Marktteilnehmer nun ein unmittelbares Produktionsrisiko weg.
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