Barratt Developments Aktie: Phoenix fordert Rückkäufe

Phoenix Asset Management verlangt Aktienrückkäufe von bis zu einer Milliarde Pfund jährlich. Der Investor sieht den Baukonzern massiv unterbewertet.

Auf einen Blick:
  • Phoenix fordert Milliarden-Rückkaufprogramm
  • Aktie mit 40% Abschlag bewertet
  • Vorstand hält sich bedeckt
  • Barratt Redrow erneut als nachhaltig ausgezeichnet

Phoenix Asset Management Partners erhöht den Einsatz. Der drittgrößte Aktionär verlangt von Barratt Redrow ein massives Aktienrückkaufprogramm. Der Marktwert des britischen Baukonzerns spiegele die Realität nicht ansatzweise wider.

Enormes Aufwärtspotenzial vermutet

Phoenix sieht Barratt Redrow als fundamental falsch bewertet an. Der Investor fordert in einer umfangreichen Analyse Rückkäufe von bis zu einer Milliarde Pfund pro Jahr. Phoenix hält rund fünf Prozent der Anteile am Unternehmen.

Die Aktie handelt laut dem 430-seitigen Bericht mit einem Abschlag von 40 Prozent auf das materielle Nettovermögen. Der Liquidationswert liege sogar 67 Prozent über dem aktuellen Kurs. Eine aggressive Rückkaufstrategie könnte den Wert des Papiers laut der Analyse in fünf Jahren vervielfachen.

Vorstand bleibt vage

Das Management gibt sich diplomatisch. Der Vorstand prüfe die Kapitalallokation laufend und wolle den Dialog mit den Aktionären fortsetzen. Eine verbindliche Zusage für das geforderte Milliardenprogramm blieb am Montag allerdings aus.

Am Mittwoch reagiert die Börse unterkühlt auf die anhaltende Debatte. Die Aktie verliert 5,33 Prozent auf 3,20 Euro. Damit liegt der Wert aktuell rund 30 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Nachhaltigkeit als operativer Anker

Abseits der Finanzdebatte punktet das Unternehmen operativ. Barratt Redrow gehört laut TIME-Magazin zum dritten Mal in Folge zu den 500 nachhaltigsten Unternehmen weltweit. Parallel dazu erhielt der Konzern im laufenden Jahr zahlreiche Auszeichnungen für die Bauqualität seiner Projekte.

Für das Jahr 2030 verfolgt der Vorstand ein ehrgeiziges Ziel. Ab dann sollen alle neu gebauten Häuser im regulierten Energieverbrauch klimaneutral sein. Die Forschungskooperation mit der University of Salford unterstützt diesen technologischen Kurs.

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