Noch wenige Tage haben Anleger Zeit, um sich für die außergewöhnliche Dividende der Banco De SAbadell zu qualifizieren. Die Ausschüttung von 0,50 Euro je Aktie aus dem Verkauf der britischen Tochter TSB fällt üppig aus – und setzt die Aktie zugleich unter Druck.
Der Kurs notiert bei 3,43 Euro, nur knapp 1,4 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Der RSI von 84 signalisiert eine technische Überkauftheit. Das Papier hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 21 Prozent zugelegt.
2,5 Milliarden Euro für die Aktionäre
Die Dividende ist Teil eines umfassenden Kapitalrückführungsprogramms. Insgesamt bis zu 2,5 Milliarden Euro will Sabadell zwischen 2026 und 2027 an seine Anteilseigner ausschütten. Die Basis dafür lieferte der Verkauf der britischen Tochter TSB an Santander – ein Deal mit einem Volumen von umgerechnet rund 3,3 Milliarden Euro.
Die Transaktion bescherte der Bank einen Kapitalpolster von mehr als 400 Basispunkten und einen Buchgewinn von über 300 Millionen Euro. Die daraus finanzierte Sonderdividende entspricht einer Dividendenrendite von beeindruckenden 14,7 Prozent. Nach dem Abzug des Dividendenbetrags sinkt das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 8,25 – das günstigste Niveau im spanischen Bankensektor, wo der Schnitt bei 10 liegt.
Parallel dazu richtet sich Sabadell strategisch neu aus. CEO Marc Armengol und Präsident Josep Oliu raten den Aktionären, die erhaltene Dividende zu reinvestieren – sie versprechen sich davon eine Rendite von sieben Prozent. Nach dem Abschied von Großbritannien konzentriert sich das Institut wieder voll auf den heimischen Markt.
Analysten warnen vor Kursrutsch
So verlockend die hohe Ausschüttung klingt: Analysten von Renta 4 raten von einem kurzfristigen Einstieg allein wegen der Dividende ab. Sie erwarten nach dem Ex-Tag Kursverluste und raten, erst nach der Anpassung einzusteigen. Ihr Kursziel liegt bei 3,70 Euro.
Vorsicht ist angebracht. Denn die Dividende wird vom Kurs abgezogen – wer heute kauft, bekommt zwar 0,50 Euro je Aktie, zahlt aber einen entsprechend höheren Einstiegspreis. Der reine Dividenden-Handel lohnt sich selten.
Übernahmepläne und digitale Zukunft
Hinter den Kulissen laufen indes die Fäden für eine mögliche Konsolidierung zusammen. Sabadell bestätigte ein Fusionsangebot des Rivalen BBVA. Ein Zusammenschluss der beiden Institute würde einen spanischen Bankenriesen mit einem Marktwert von rund 70 Milliarden Euro schaffen.
Gleichzeitig treibt Sabadell die digitale Innovation voran. Gemeinsam mit CaixaBank, BBVA und Bankinter testet das Institut als einer der Ersten Bizum-Zahlungen per NFC im stationären Handel. Der breite Rollout ist für Ende 2026 geplant. Hinzu kommt die Beteiligung am Qivalis-Konsortium, das in der zweiten Jahreshälfte 2026 einen Euro-Stablecoin für Firmenkunden auf den Markt bringen will.
Der Ex-Tag für die Dividende dürfte auf den 25. Mai 2026 fallen. Anleger, die die Ausschüttung noch mitnehmen wollen, müssen bis dahin im Depot sitzen – und das Risiko eines anschließenden Kursrutsches in Kauf nehmen.
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