Banca Monte Dei Paschi Siena Aktie: Intesa-Deal stößt auf Widerstand

Widerstand in der Toskana gegen die geplante Übernahme der Traditionsbank MPS durch Intesa Sanpaolo wächst.

Auf einen Blick:
  • Stadtrat verabschiedet Resolution gegen Übernahme
  • Sorge um 1.700 Arbeitsplätze und Hauptsitz
  • MPS-Aktie legt trotz politischer Hürden zu
  • RSI signalisiert starkes Momentum bei 70 Punkten

Die Übernahmepläne der Intesa Sanpaolo für die Krisenbank Monte Dei Paschi (MPS) stoßen auf harten politischen Gegenwind. In der Toskana formiert sich eine Front gegen das Milliardenangebot. Der Stadtrat von Montepulciano verabschiedete am 5. Juli eine offizielle Resolution gegen das öffentliche Kauf- und Tauschangebot von Intesa Sanpaolo.

Sorge um Tradition und Jobs

Lokale Behörden fordern Garantien für den historischen Standort. Die Marke MPS soll eigenständig bleiben, der Hauptsitz in Siena darf nicht fallen. Es geht um mehr als nur Zahlen; es geht um das wirtschaftliche Herz der Region.

Parallel dazu wächst die Angst um die Belegschaft. Rund 1.700 Angestellte könnten ihren Arbeitsplatz verlieren oder in die Region Emilia-Romagna versetzt werden. Diese Bedenken liegen nun bei der italienischen Regierung und der Marktaufsicht Consob.

Konsolidierung im Bankensektor

Intesa Sanpaolo kalkuliert bei der Übernahme mit Synergien von insgesamt drei Milliarden Euro. Derweil verschärft sich der Wettbewerb um Marktanteile in Italien. Die französische Crédit Agricole baute zuletzt ihre Beteiligung an der Banco BPM auf 29,3 Prozent aus.

Die Aktie von Monte Dei Paschi reagierte am Freitag mit Gewinnen von 2,49 Prozent. Zum Handelsschluss stand das Papier bei 11,21 Euro. Das entspricht einem Zuwachs von rund 20 Prozent seit Jahresbeginn.

Der Kurs notiert damit nur knapp vier Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Dieses Niveau von 11,70 Euro erreichte das Papier erst am 3. Juli.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt aktuell bei 70,3 Punkten. Dieser Wert deutet auf ein hohes Momentum hin, rückt aber auch eine technische Überhitzung in den Blick. Die politische Blockade in der Toskana stellt nun das entscheidende Hindernis für die geplante Konsolidierung dar.

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