Nachdem die Banca Monte dei Paschi di Siena-Aktie am gestrigen Montag um über zehn Prozent in die Höhe gesprungen ist, setzt sie am Dienstag ihren Kursanstieg mit einem Plus von mehr als vier Prozent fort. Ist die Börse so begeistert vom Übernahmeangebot durch die italienische Großbank Intesa Sanpaolo?
Entwickelt sich ein Bieterwettkampf?
Das kann man so sagen. Italiens größte Bank, Intesa Sanpaolo, sorgte zum Wochenauftakt mit einem offizielles Kauf- und Umtauschangebot für alle Aktien von MPS für Furore. Die Offerte beläuft sich auf ein Gesamtvolumen von 30,6 Milliarden Euro.
Intesa bietet den MPS-Aktionären 1,00 Euro in bar plus 1,6 eigene Aktien für jede MPS-Aktie. Mathematisch entspricht das einer Bewertung von knapp über zehn Euro je MPS-Aktie. Da die Aktie heute bereits bei ca. 10,50 Euro notiert, spekuliert der Markt ganz offensichtlich darauf, dass das aktuelle Angebot noch nicht das Ende der Fahnenstange ist.
Intesa wollte dem Rivalen die traditionsreiche Bank vor der Nase wegkaufen und hat sofort harte Fakten geschaffen. Anleger setzen nun darauf, dass Banco BPM oder ein anderer europäischer Riese gezwungen sein könnte, das Angebot von Intesa noch einmal zu überbieten. Diese Prämie wird im Kurs gerade eingepreist.
Das ist der Boden
Der Markt bewertet die Wahrscheinlichkeit, dass die Übernahme durchgeht, als sehr hoch, weil Intesa Sanpaolo den Deal von langer Hand abgesichert hat. Das Angebot von Intesa gilt damit als eine Art Boden für den Kurs der Banca Monte dei Paschi di Siena-Aktie.
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