Wrightbus, der britische Bushersteller, hat Ballard Power Systems formell als Brennstoffzellen-Lieferant für seinen nächsten großen Wurf nominiert: den StreetDeck Hydroliner Gen 3.0, einen Wasserstoff-Doppeldecker der nächsten Generation. Serienproduktion ab 2027, Technologie von Ballard, und eine Partnerschaft, die schon seit Jahren läuft.
Die neue Engine im Mittelpunkt
Konkret geht es um Ballards FCmove-SC, die neueste Brennstoffzellen-Plattform des Unternehmens, Ende 2025 gelauncht. Höhere Effizienz, längere Lebensdauer, vereinfachte Systemarchitektur, so die Versprechen. Das Ziel dahinter ist klar: Die Gesamtbetriebskosten für Verkehrsbetriebe drücken, und zwar so weit, dass Wasserstoffbusse mit batterie-elektrischen Alternativen mithalten können. Wrightbus-Einkaufschef Paul King formulierte es direkt: Der neue Wasserstoffbus soll eine TCO liefern, die mit Batterie-Elektro vergleichbar ist, und er verwies auf Strecken, wo Reichweite oder Infrastrukturkosten gegen reine E-Busse sprechen.
2.200 Busse, 300 Millionen Kilometer
Ballard kommt nicht ohne Referenzen in diese Partnerschaft. Weltweit fahren heute mehr als 2.200 Brennstoffzellen-Busse mit Ballard-Technologie, zusammen haben sie über 300 Millionen Kilometer abgespult, bei 98 Prozent Verfügbarkeit und null gemeldeten Sicherheitsvorfällen. Das ist kein schlechtes Argument, wenn ein Bushersteller einen Lieferanten für seine Serienplattform auswählt.
Oben Uluc, Vertriebschef bei Ballard, nannte die Nominierung einen wichtigen Meilenstein für die FCmove-SC. Was er nicht sagte, aber zwischen den Zeilen steht: OEM-Nominierungen dieser Art sind genau das, was Ballard braucht, um aus dem ewigen Hoffnungsträger-Status herauszukommen. Ob 2027 dann wirklich der Startschuss fällt, wird man sehen. Bisher hat die Wasserstoff-Branche Zeitpläne eher als Richtwerte behandelt.
Partnerschaft mit Geschichte
Wrightbus und Ballard arbeiten schon länger zusammen, der britische Hersteller gilt als Pionier des wasserstoffbetriebenen Doppeldeckers überhaupt. Dass die Wahl für die Gen-3.0-Plattform wieder auf Ballard fiel, ist demnach kein Zufall, sondern das Ergebnis einer gewachsenen Lieferkette. Für Ballard ist es trotzdem ein Punkt auf der Habenseite, den das Unternehmen gut gebrauchen kann.
Ballard Power-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ballard Power-Analyse vom 07. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Ballard Power-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ballard Power-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
