Ballard Power Systems hat über die kürzlich zugekaufte Tochter GeoPura den neuen mobilen Wasserstoffgenerator HPU Agile-H vorgestellt. Die Anlage liefert 80 kW Dauerleistung, ist transportierbar, kann von einem geeigneten SUV oder Transporter gezogen werden und soll eine emissionsfreie Alternative zu Dieselgeneratoren für Baustellen, Veranstaltungen und abgelegene Einsatzorte bieten.
30: Wasserstoff-Brennstoffzelle trifft Batteriespeicher
Der HPU Agile-H kombiniert eine Brennstoffzelle von Ballard mit einem integrierten Batteriesystem. Dadurch kann die Anlage Lastschwankungen schnell ausgleichen und stabile Stromversorgung für unterschiedlichste Anwendungen bereitstellen. Laut Ballard lässt sich der Generator von nur einem Techniker innerhalb von weniger als 20 Minuten in Betrieb nehmen. Mehrere Systeme können zudem zusammengeschaltet werden, um höhere Leistungsanforderungen abzudecken.
Die Einheit wurde von GeoPura entwickelt, von Siemens Energy gefertigt und soll ab dem ersten Quartal 2027 ausgeliefert werden. Vorbestellungen sind bereits möglich.
Ballard-Aktie: Neue Zielmärkte neben Rechenzentren
Während Ballard bislang vor allem größere Wasserstoff-Stromlösungen für Rechenzentren, Netzinfrastruktur oder Industrieanwendungen vermarktet hat, adressiert das neue Produkt kleinere und temporäre Anwendungen. Das Unternehmen reagiert damit auf eine wachsende Nachfrage nach flexiblen, mobilen Stromquellen mit niedrigen Emissionen.
Der Generator erzeugt Strom ohne Verbrennung und verursacht am Einsatzort weder CO₂-, Stickoxid- noch Feinstaubemissionen. Gleichzeitig arbeitet das System deutlich leiser als herkömmliche Dieselaggregate.
Zur Einordnung: Ballard versucht, die potenzielle Kundengruppe für Wasserstoff-Stromlösungen zu verbreitern und neben Großprojekten zusätzliche Märkte mit geringeren Leistungsanforderungen zu erschließen. Gelingt es, mobile Dieselgeneratoren schrittweise durch Brennstoffzellenlösungen zu ersetzen, könnte daraus ein zusätzlicher Absatzmarkt für Ballards Brennstoffzellentechnologie entstehen.
Allerdings bleibt entscheidend, ob sich die Systeme wirtschaftlich gegenüber etablierten Dieselgeneratoren durchsetzen können und wie schnell die Wasserstoffinfrastruktur ausgebaut wird.
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