Ballard Power Aktie: Umsatz auf 21 Millionen verfehlt Ziel

Ballard Power verfehlt Umsatzerwartungen, verbessert aber Marge und EBITDA. Die Übernahme von GeoPura für 275 Mio. Pfund treibt den Wandel zum Energiedienstleister voran.

Auf einen Blick:
  • Umsatz verfehlt Markterwartungen deutlich
  • Bruttomarge springt auf 20 Prozent
  • Übernahme von GeoPura für 275 Mio. Pfund
  • Aktie fällt um fünf Prozent

Ballard Power steht vor einem Umbruch. Der Konzern baut sein Geschäftsmodell radikal um und reagiert damit auf eine durchwachsene Bilanz. An der Börse sorgten die Nachrichten zum Wochenschluss für deutlichen Verkaufsdruck.

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal zwar um 15 Prozent auf 21 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen verfehlte damit die Markterwartungen von rund 25 Millionen US-Dollar jedoch deutlich. Die Aktie verlor am Freitag rund fünf Prozent und ging bei 2,30 Euro aus dem Handel.

Margen-Plus trifft auf Milliarden-Zukauf

Operativ zeigt die Richtung nach oben. Die Bruttomarge sprang auf 20 Prozent, nachdem sie im Vorjahr noch bei minus 8 Prozent gelegen hatte. Parallel dazu verringerte sich der bereinigte EBITDA-Verlust massiv auf 9,8 Millionen US-Dollar. Effizientere Fertigung und Kostensenkungen stützten dieses Ergebnis.

Das Management treibt nun die Expansion voran. Für 275 Millionen Pfund übernimmt Ballard Power den britischen Spezialisten GeoPura. Der Zukauf markiert den Wandel vom reinen Motorenhersteller zum integrierten Energie-Dienstleister. Das Unternehmen will künftig die gesamte Kette von der Hardware bis zur grünen Wasserstoff-Verteilung abdecken.

GeoPura liefert Wasserstoff-Aggregate für Baustellen und Großveranstaltungen. Durch diesen Schritt will Ballard wiederkehrende Service-Einnahmen generieren. Das Ziel ist klar definiert: Pro installiertem Megawatt soll deutlich mehr Wertschöpfung im eigenen Haus bleiben.

Technische Barrieren und Liquidität

An der Börse bleibt die Lage angespannt. Das Papier notiert aktuell rund 15 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt. Ein kleiner Lichtblick für Optimisten: Der Relative-Stärke-Index (RSI) nähert sich mit einem Wert von 35 der überverkauften Zone.

Die Liquidität ist mit 502 Millionen US-Dollar vorerst gesichert. Dieses Polster dient als Puffer für die anstehende Integration und die laufende Entwicklung. Ballard Power hält an seinem Fahrplan fest: Bis Ende 2027 soll ein positiver operativer Cashflow stehen, für 2028 ist die erste Gewinnzone geplant.

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