Ein Wiederholungsauftrag ist oft das stärkste Kaufsignal. Ballard Power Systems hat von einem Kunden aus dem Bereich erneuerbarer Off-Grid-Stromversorgung eine zweite Großbestellung erhalten — diesmal über 15 Megawatt Brennstoffzellensysteme für stationäre Anwendungen.
150 Module für emissionsfreie Stromversorgung
Der Auftrag umfasst 150 Einheiten des FCmove-HD+ 100-kW-Brennstoffzellenmoduls. Diese Module kommen in Wasserstoff-Generatorsets zum Einsatz und liefern emissionsfreien, geräuscharmen Strom für Off-Grid-Anwendungen. Geplante Einsatzgebiete sind Live-Events, Baustellen, Filmsets und kritische Infrastrukturprojekte weltweit. Die Lieferungen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen.
CEO Marty Neese wertet den Folgeauftrag als Beleg für wachsende Marktakzeptanz. Die Brennstoffzellen sollen traditionelle Dieselgeneratoren als skalierbare Alternative für Grund-, Spitzen- und Notstromversorgung ersetzen.
Kurs weit unter Jahreshoch
An der Börse spiegelt sich die Nachricht kaum wider. Die Aktie schloss zuletzt bei 3,55 Euro — rund 37 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 5,62 Euro vom 2. Juni. Der RSI liegt bei 38,6 und signalisiert damit eine schwache kurzfristige Dynamik.
Auf längere Sicht sieht die Bilanz anders aus. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 55 Prozent zugelegt, über zwölf Monate sogar mehr als 160 Prozent. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 2,66 Euro — der aktuelle Kurs notiert noch gut 33 Prozent darüber.
Der Auftrag ist der zweite dieser Größenordnung vom selben Kunden innerhalb von etwa eineinhalb Jahren. Ob daraus eine langfristige Lieferbeziehung entsteht, hängt davon ab, wie sich die FCmove-HD+-Module im Feldeinsatz bewähren.
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