Ballard Power meldet Erfolge in Deutschland. Demnach hat der kanadische Brennstoffzellenspezialist den Rollout von zwei neuen Busflotten bekannt gegeben.
Die Standorte Cottbus und Krefeld unterstreichen dabei die wachsende Bedeutung des deutschen Markts für Ballards Kerngeschäft.
Ballard Power-Aktie: Cottbus startet Betrieb
Im brandenburgischen Cottbus sind die ersten Fahrzeuge einer insgesamt 46 Busse umfassenden Flotte in den regulären Fahrgastbetrieb gegangen. Die Busse stammen vom britischen Hersteller Wrightbus und werden von Ballards Brennstoffzellenmodul FCmove-HD mit 70 Kilowatt Leistung angetrieben.
Vier Fahrzeuge absolvieren derzeit tägliche Einsätze beim Betreiber Cottbusverkehr, während gleichzeitig Reichweite, Betankungsabläufe und die Einbindung in den Fahrbetrieb unter realen Bedingungen erprobt werden. Sieben weitere Busse sollen zeitnah folgen, die verbleibenden 35 Fahrzeuge werden vom regionalen Verkehrsunternehmen Spree-Neisse-Verkehr betrieben. Bis zur Fertigstellung einer dauerhaften Wasserstofftankstelle – geplant für Ende 2027 – versorgt eine mobile Anlage den Depot-Betrieb.
Cottbusverkehr-Geschäftsführer Ralf Thalmann betonte, die Technologie werde nun unter alltäglichen Betriebsbedingungen erprobt – mit besonderem Augenmerk auf Reichweite, Einsatzplanung und dem Zusammenspiel zwischen Fahrzeugen, Infrastruktur und Fahrpersonal.
Ballard Power-Aktie: Krefeld bestellt 19 weitere Wasserstoffbusse für 2027
Parallel dazu hat der Krefelder Verkehrsbetrieb SWK Mobil beim polnischen Bushersteller Solaris 19 weitere wasserstoffbetriebene Fahrzeuge bestellt – neun Standardbusse und zehn Gelenkbusse – die 2027 ausgeliefert werden sollen. Die Bestellung baut auf einer seit 2011 bestehenden Partnerschaft auf und ergänzt zehn bereits im vergangenen Jahr gelieferte Solaris-Brennstoffzellenbusse, die ebenfalls Ballard-Antriebe nutzen.
Deutschland ist mit einem Anteil von mehr als 60 Prozent aller Brennstoffzellenbus-Zulassungen in Europa im Jahr 2025 der mit Abstand wichtigste Markt für diese Technologie.
Für Ballard Power sind die deutschen Flotten-Rollouts damit ein zentraler Baustein, um die Auftragspipeline in konkrete Umsätze umzuwandeln – und die Marktführerschaft in einem Segment zu festigen, das bei steigendem Kostendruck gegenüber batterieelektrischen Bussen zunehmend seine operativen Vorteile bei Reichweite und Betankungsgeschwindigkeit ausspielen kann.
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