Bajaj Mobility: 111 Prozent Plus seit Jahresbeginn

Symbolbild, KI-generiert

Bajaj Mobility steigert den Halbjahresumsatz auf 701,4 Millionen Euro und verbessert das EBITDA deutlich. Der Stellenabbau soll bald enden.

Auf einen Blick:
  • Halbjahresumsatz steigt auf 701,4 Millionen Euro
  • Kernmarken verkaufen 91,9 Prozent mehr
  • Refinanzierung über 550 Millionen Euro
  • Rund 500 Stellenabbau bis Quartalsende geplant

Die Bajaj Mobility AG hat im ersten Halbjahr 2026 eine deutliche geschäftliche Erholung verzeichnet. Während das Unternehmen vor gut einer Woche bereits ein erstmals wieder positives Quartalsergebnis meldete, unterstreichen die nun vorliegenden Details zur Absatzentwicklung die Stabilisierung der Gruppe. Der Konzernumsatz kletterte in den ersten sechs Monaten um 65,0 Prozent auf 701,4 Millionen Euro.

Lagerabbau und Absatzplus bei Kernmarken

Ein wesentlicher Pfeiler der Neuausrichtung ist die Bereinigung der weltweiten Bestände. Medienberichten zufolge reduzierte das Unternehmen die Lagerbestände bei Konzern und Händlern seit Jahresbeginn um 10.190 Motorräder. Diese Maßnahme zielte darauf ab, das Inventar auf ein nachhaltiges Niveau zu bringen und den Verkaufsdruck aus dem Markt zu nehmen. Parallel dazu stieg der Absatz der Marken KTM, Husqvarna und GASGAS im ersten Halbjahr um 91,9 Prozent auf 89.004 Einheiten.

Zusammen mit dem strategischen Partner Bajaj Auto Ltd., der in Indien über 58.000 weitere Motorräder absetzte, belief sich der weltweite Gesamtabsatz auf 147.572 Stück. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft im zweiten Quartal, in dem allein 48.672 Motorräder der Kernmarken verkauft wurden. Dies entspricht einer Steigerung von 71 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Finanzielle Basis und Restrukturierungsstand

Die finanzielle Lage der Gruppe hat sich durch umfassende Maßnahmen gefestigt. Eine Refinanzierung der Tochtergesellschaft KTM AG in Höhe von 550 Millionen Euro stärkte die Grundlage und senkte im zweiten Quartal die laufende Zinslast. Das EBITDA verbesserte sich im ersten Halbjahr auf 37,6 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein operativer Verlust von 183,3 Millionen Euro zu Buche gestanden hatte. Die entsprechende Marge lag bei 5,4 Prozent.

An der Börse wird dieser Kurs honoriert. Das Papier notiert aktuell bei 31,80 Euro. Damit verzeichnet der Wert seit Jahresbeginn einen Zuwachs von 111%. Der Kurs liegt zudem 66% über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage, der bei 19,12 Euro verläuft.

Abschluss der Stellenstreichungen geplant

Der im ersten Quartal eingeleitete Personalabbau befindet sich in der finalen Phase. Betroffen sind rund 500 Stellen, vorwiegend im administrativen Bereich und im mittleren Management. Das Unternehmen plant, diesen Prozess bis zum Ende des dritten Quartals abzuschließen. Die Maßnahmen sind Teil eines Effizienzprogramms, das die Kostenstruktur nachhaltig senken soll.

Für die zweite Jahreshälfte 2026 legt der Vorstand den Fokus auf eine weitere Stabilisierung der Profitabilität. Geplant sind eine Bereinigung des Produktportfolios sowie eine fokussierte Steuerung künftiger Projekte. Das Eigenkapital wurde zuletzt mit 339,9 Millionen Euro ausgewiesen, was einer Quote von 21,5 Prozent entspricht. Das Unternehmen strebt an, durch diese Disziplin die Marktposition der Kernmarken weiter zu festigen.

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