Nachbörslich sprang die B2Gold-Aktie am Mittwoch um fünf Prozent nach oben. Wer die Quartalszahlen gelesen hat, wundert sich nicht.
118 Prozent mehr Umsatz, kein Zufall
Der Goldproduzent aus Vancouver meldete für das erste Quartal 2026 einen Goldumsatz von 1,16 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es 532 Millionen. Der Unterschied erklärt sich zu einem guten Teil durch den Goldpreis: Der durchschnittlich erzielte Preis lag bei 4.193 Dollar je Unze, gegenüber 2.892 Dollar im ersten Quartal 2025. Aber B2Gold hat eben auch mehr verkauft, gut 276.000 Unzen gegenüber knapp 184.000 im Vorjahr.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie kam bei 0,19 Dollar heraus. Der Konsens hatte 0,11 Dollar erwartet. Das ist kein knappes Drüberliegen, das ist ein satter Schlag ins Gesicht der Analysten.
Kosten besser als geplant
Die All-in Sustaining Costs lagen bei 1.964 Dollar je verkaufter Unze, die Cash Operating Costs bei 846 Dollar je verkaufter Unze. Beide Kennzahlen fielen laut Unternehmen besser aus als geplant, weil die Produktion die Erwartungen übertraf und die Investitionsausgaben für den laufenden Betrieb niedriger blieben als angesetzt. Alle Minen haben im Quartal über Plan produziert.
Der Free Cash Flow belief sich auf 362 Millionen Dollar. Im ersten Quartal 2025 war er noch negativ. Der Kassenbestand kletterte auf 479 Millionen Dollar, die revolvierende Kreditlinie über 800 Millionen ist nach der vollständigen Rückzahlung Ende April wieder komplett verfügbar.
B2Gold Corp. Aktie Chart
Johnson geht, Cinnamond kommt
Neben den Zahlen steht ein Wechsel an der Spitze. Clive Johnson, Mitgründer und langjähriger CEO, tritt zum 4. Juni zurück. CFO Mike Cinnamond übernimmt dann als President und CEO. Johnson wird den Titel Chair Emeritus erhalten, was in solchen Fällen meistens bedeutet: freundlicher Abgang, keine operative Rolle mehr.
Ob Cinnamond das Tempo halten kann, das Johnson mit aufgebaut hat, ist die eigentliche Frage hinter diesem Quartalsbericht. Die Zahlen jedenfalls hat er als CFO noch selbst verantwortet.
Aktienrückkäufe und Fingold-Deal
Im ersten Quartal kaufte B2Gold 16 Millionen eigene Aktien für 80 Millionen Dollar zurück. Nach Quartalsende kamen weitere vier Millionen für 18 Millionen hinzu. Zudem schloss das Unternehmen am 23. April den Verkauf seines 70-Prozent-Anteils an Fingold Ventures an Agnico Eagle für 325 Millionen Dollar ab. Die Quartalsdividende bleibt bei 0,02 Dollar je Aktie.
Fünf Prozent nachbörslich für ein Quartal, das in jeder Zeile besser aussieht als erwartet. Manchmal ist die Rechnung so einfach.
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