Mit umfangreichen Bohrergebnissen treibt Aya Gold & Silver die Erschließung seines marokkanischen Boumadine-Projekts voran. Das Bergbauunternehmen meldete gestern neue Abschnitte aus dem laufenden Infill-Programm, die abschnittsweise Spitzenwerte von über 2.800 Gramm Silberäquivalent pro Tonne aufweisen. Im heutigen Handel verzeichnet das Papier nach vorangegangenen Zuwächsen einen Rücksetzer von 7,2 Prozent auf 24,83 Euro.
Der jüngste Kursrückgang folgt auf eine dynamische Entwicklung der Vormonate, gestützt durch die Veröffentlichung einer vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung für das Vorhaben.
Die neuen Bohrkernanalysen sollen die geologische Kontinuität des Erzkörpers absichern und die Datenbasis für die künftige Minenplanung verdichten. Das Management sieht in den Resultaten einen wichtigen Schritt, um das Ressourcenpotenzial des Vorkommens genauer einzugrenzen.
Hohe Edelmetallkonzentrationen entlang des Haupttrends
Die aktuellen Arbeiten konzentrieren sich auf den zentralen Trend der Lagerstätte sowie auf die angrenzenden Zonen. Unter den veröffentlichten Kernabschnitten sticht Bohrloch BOU-DD26-861 heraus, das über 4,1 Meter einen Gehalt von 1.030 Gramm Silberäquivalent pro Tonne durchteufte. Darin enthalten war ein Ein-Meter-Intervall mit 2.827 Gramm Silberäquivalent pro Tonne.
Weitere Bohrungen bestätigten mächtige Zink-, Blei- und Edelmetallmineralisierungen in unterschiedlichen Tiefen. Nach Angaben von Vorstandschef Benoit La Salle setzt das Unternehmen die Erkundung mit unverminderter Intensität fort. Die Formationen weisen massive Sulfidstrukturen auf, die in mehreren Zonen steil nach Osten einfallen.
Aya Gold & Silver treibt die Kampagne mit 14 aktiven Bohrgeräten auf dem Areal voran. Im bisherigen Jahresverlauf wurden 406 Diamantbohrlöcher abgeteuft. Damit hat das Bergbauunternehmen knapp 39 Prozent seines groß angelegten Infill-Programms absolviert.
Die bekannten Erzzonen entlang des mehr als fünf Kilometer langen Haupttrends sowie der Zonen Tizi und Imariren bleiben weiterhin in alle Richtungen offen. Zusätzliche Bohrungen sollen im weiteren Verlauf auch auf dem benachbarten Asirem-Trend folgen, um das Gesamtausmaß der Liegenschaft weiter zu testen.
Zeitplan für die Machbarkeitsstudie
Das Projekt Boumadine wird zu 85 Prozent von Aya Gold & Silver gehalten, während die marokkanische Behörde ONHYM die restlichen 15 Prozent hält. Die zügige Verdichtung des Bohrrasters bildet die Grundlage für eine aktualisierte Machbarkeitsstudie, deren Vorlage für das kommende Jahr anvisiert wird.
Anfang September hatte eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung dem Vorhaben einen Nettogegenwartswert nach Steuern von 3,5 Milliarden US-Dollar sowie einen internen Zinsfuß von 93 Prozent bescheinigt. Mittelfristig peilt der Konzern bis zum Jahr 2029 die Aufnahme der kommerziellen Goldproduktion an.
Trotz der positiven Bohrbefunde und der soliden Projektkennzahlen weisen Branchenbeobachter auf die metallurgischen Anforderungen bei der künftigen Erzaufbereitung sowie die Konzentration auf den Standort Marokko hin. Am Markt kommt es nach den jüngsten Höchstständen zu Gewinnmitnahmen, während der operative Schwerpunkt nun auf dem Abschluss der laufenden Feldarbeiten liegt.
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