AXT Aktie: 22,3 Millionen von Coherent

AXT-Tochter erhält Großauftrag für Indiumphosphid-Wafer, doch die Aktie fällt. Zudem werden die Börsenpläne für Hongkong geändert.

Auf einen Blick:
  • Dreijahresvertrag mit Coherent unterzeichnet
  • Vorauszahlung von 22,3 Millionen Dollar
  • Aktie verliert trotz Auftrag an Wert
  • Börsengang nun in Hongkong geplant

AXT sichert sich einen Großauftrag für die KI-Infrastruktur. Trotz dieser Erfolgsmeldung schickten Anleger die Aktie am Freitag auf Talfahrt. Während die Nachfrage nach Halbleiter-Substraten boomt, sorgt ein Strategiewechsel bei der Tochtergesellschaft für Unsicherheit.

Multimillionen-Pakt mit Coherent

Die Tochtergesellschaft AXT-Tongmei liefert künftig Indiumphosphid-Wafer an den Branchenriesen Coherent. Der neue Vertrag läuft über drei Jahre. Coherent leistete bereits eine Vorauszahlung von 22,3 Millionen US-Dollar, um sich Produktionskapazitäten exklusiv zu sichern.

Mit diesem Kapital baut der Konzern die Fertigung spezieller 6-Zoll-Substrate aus. Diese Komponenten sind entscheidend für die optische Datenübertragung in KI-Rechenzentren. Der Markt leidet derzeit unter einem massiven Lieferengpass bei diesen speziellen Materialien.

Kurssturz trotz Wachstums

An der Börse verpuffte die Nachricht zunächst. Die AXT-Aktie verlor im Freitagshandel 8,58 Prozent an Wert. Der Schlusskurs markierte mit 50,08 Euro einen deutlichen Rücksetzer.

Innerhalb der letzten 30 Tage summierten sich die Kursverluste auf rund ein Drittel. Die Volatilität bleibt mit einem Wert von über 120 Prozent extrem hoch. Allerdings notiert das Papier weiterhin deutlich über seinem Jahrestief vom vergangenen Dezember.

Das operative Geschäft zeigt eine klare Aufwärtstendenz. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um knapp 39 Prozent auf rund 27 Millionen Dollar. Der Verlust pro Aktie fiel mit einem Cent geringer aus als von Analysten erwartet. Der Auftragsbestand summiert sich derzeit auf etwa 100 Millionen Dollar.

Strategiewechsel bei Börsenplänen

Parallel dazu korrigiert das Management seine Pläne für die Tochter AXT-Tongmei. Der geplante Börsengang in Shanghai wurde gestoppt. Stattdessen strebt das Unternehmen nun eine Notierung an der Börse in Hongkong an.

AXT-Tongmei gilt als Schwergewicht in der Branche. Das Unternehmen hielt zuletzt einen Weltmarktanteil von etwa 36 Prozent bei Indiumphosphid-Substraten. Der Wechsel nach Hongkong soll vor allem den Zugang zu internationalem Kapital erleichtern.

Ende Juli veröffentlicht AXT die nächsten Geschäftszahlen. Marktteilnehmer warten besonders auf Details zum Ausbau der Produktionskapazitäten. Der Fokus liegt dabei auf der Nutzung der Coherent-Vorauszahlung für den Hochlauf der 6-Zoll-Wafer.

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