AXT steht vor einem gewaltigen Wendepunkt. Die Nachfrage nach Halbleiter-Substraten für Künstliche Intelligenz treibt die Geschäfte in neue Dimensionen. Der Chiphersteller meldete für das zweite Quartal 2026 Rekordzahlen und ließ die Erwartungen der Analysten weit hinter sich.
Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 164 Prozent auf 47,6 Millionen US-Dollar. AXT erzielte damit einen historischen Bestwert. Experten hatten im Vorfeld mit deutlich weniger gerechnet.
Parallel dazu kehrte das Unternehmen eindrucksvoll in die Gewinnzone zurück. Unterm Strich blieb ein bereinigter Gewinn von 0,19 US-Dollar je Aktie hängen. Im Vorjahreszeitraum verbuchte AXT noch einen herben Millionenverlust.
Die bereinigte Bruttomarge sprang im gleichen Schritt auf 45 Prozent. Dieser Sprung von zuvor mageren 8,2 Prozent resultiert aus einer höheren Auslastung der Fabriken. Ein optimierter Produktmix steigerte die Effizienz zusätzlich.
KI-Infrastruktur als Wachstumstreiber
Der wichtigste Treiber ist die enorme Nachfrage nach Indiumphosphid-Substraten. Diese Materialien sind für optische Verbindungen in KI-Rechenzentren unverzichtbar. Mit 30,7 Millionen US-Dollar erreichte dieser Bereich ein neues Allzeithoch.
Konzernchef Morris Young spricht von einem historischen Umbruch für das Geschäft. Um den Hunger der Kunden zu stillen, baut AXT seine Kapazitäten massiv aus. Bis Ende 2026 will das Management die vierteljährliche Kapazität auf 60 Millionen US-Dollar verdoppeln.
Rekord-Auftragsbestand und neue Börsenpläne
Die Auftragslage untermauert das Wachstum. Der Auftragsbestand für Indiumphosphid wuchs auf über 100 Millionen US-Dollar an. Hinzu kommt eine Änderung der Börsenstrategie: AXT plant den Börsengang der Tochter Beijing Tongmei nun in Hongkong statt in Schanghai.
Das Management blickt optimistisch auf das dritte Quartal. Der Umsatz soll auf etwa 66 Millionen US-Dollar klettern.
Die Aktie reagierte vorbörslich mit einem Kurssprung von fast 27 Prozent. Damit notiert das Papier bei 51,50 Euro. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert des Unternehmens bereits mehr als vervierfacht.
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