Die Aktie von AXT verzeichnet heute einen deutlichen Kurssprung von 12 % und setzt damit ihren massiven Aufwärtstrend fort. Auslöser für die neue Dynamik sind die Ankündigung der ersten gehebelten Einzelaktien-ETFs auf den Wert sowie eine signifikante Anhebung des Kursziels durch Analysten.
Parallel dazu profitiert das Unternehmen von einem enormen Auftragsbestand im Bereich der KI-Rechenzentren, was die Bewertung seit Jahresbeginn bereits um 517 % ansteigen ließ.
Neue Finanzprodukte und Analysten-Optimismus
Wie Medienberichten zu entnehmen ist, plant Tradr ETFs für den morgigen Dienstag die Einführung der ersten gehebelten und inversen ETFs, die sich direkt auf die Papiere von AXT beziehen. Diese neuen Instrumente mit den Kürzeln AXTX und AXTQ ermöglichen Anlegern eine doppelt gehebelte Partizipation an der Kursentwicklung. Flankiert wird diese technische Neuerung durch eine positive Einschätzung von Northland Capital Markets. Laut Bloomberg hoben die Analysten ihr Kursziel für das Papier von 90,00 auf 125,00 US-Dollar an und bestätigten ihre Einstufung mit „Outperform“.
Die Experten von Northland begründen diesen Schritt mit einem Auftragsbestand von mehr als 100 Millionen US-Dollar für Indiumphosphid-Substrate (InP). Diese speziellen Materialien kommen verstärkt in der optischen Konnektivität von Rechenzentren zum Einsatz, die für Anwendungen der künstlichen Intelligenz optimiert sind. AXT positioniert sich damit als zentraler Materiallieferant in einem Sektor, der am Freitag insgesamt starke Zuwächse verzeichnete.
Rekordergebnisse und starke Prognosen
Bereits am vergangenen Donnerstag lieferte das Unternehmen fundamentale Argumente für die positive Marktwahrnehmung. Aus den bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlagen geht hervor, dass AXT im zweiten Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 47,6 Millionen US-Dollar erzielte, was einer Steigerung von 164,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Gleichzeitig gelang der Sprung in die Profitabilität mit einem Nettoergebnis von 11,1 Millionen US-Dollar.
Besonderes Aufsehen erregte der Ausblick auf das laufende dritte Quartal. Das Unternehmen stellte einen Umsatz von 66 Millionen US-Dollar in Aussicht und übertraf damit die Konsensschätzungen der Analysten von 38,8 Millionen US-Dollar deutlich.
In der Folge hob Zacks Investment Research das Rating für AXT von „Hold“ auf „Strong Buy“ an. Die Experten verwiesen dabei auf die massiven Aufwärtskorrekturen bei den Gewinnerwartungen nach den jüngsten Quartalszahlen.
Institutionelles Interesse und Marktlage
Das Vertrauen der Großanleger in den Halbleiterspezialisten scheint unterdessen zu wachsen. Aktuellen Pflichtmitteilungen zufolge hat die Bank of America ihre Position in AXT im ersten Quartal um 112 % auf über 776.000 Aktien ausgebaut. Auch die Jane Street Group meldete am Mittwoch eine passive Beteiligung von 6,7 %. Trotz vereinzelter Gewinnmitnahmen vor einer Woche notiert der Kurs heute etwa 33 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Die Anleger ignorieren dabei vorerst potenzielle Belastungen aus dem Rückzug des geplanten Börsengangs der Tochtergesellschaft Tongmei in China. AXT erklärte dazu am vergangenen Donnerstag, man verfüge über ausreichend Liquidität, um mögliche Rückzahlungsforderungen von Investoren in Höhe von rund 49 Millionen US-Dollar zu bedienen. Die Marktstimmung wird derzeit primär von der operativen Stärke im KI-Segment und der hohen Nachfrage nach InP-Substraten dominiert.
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