Axsome-Aktie: Umsatzsprung verpufft!

Axsome Therapeutics meldet starkes Umsatzwachstum im vierten Quartal, doch höhere Verluste und Insiderverkäufe führen zu einem deutlichen Kursverfall.

Auf einen Blick:
  • Umsatz steigt um 65 Prozent auf 196 Millionen Dollar
  • Bereinigter Verlust je Aktie übertrifft Analystenerwartungen
  • Insider verkaufen Aktien im Wert von 51 Millionen Dollar
  • Management tritt im März auf fünf Investorenkonferenzen auf

Axsome Therapeutics lieferte im vierten Quartal 2025 ein beeindruckendes Umsatzwachstum ab, doch die Börse reagierte mit einem deutlichen Kursrutsch. Während die Erlöse um 65 Prozent nach oben schnellten, drückten enttäuschte Gewinnerwartungen und umfangreiche Insiderverkäufe auf die Stimmung. Steht die Wachstumsstory des Biopharma-Unternehmens damit vor einer Zerreißprobe?

Wachstum trifft auf steigende Verluste

Das Unternehmen meldete für das Schlussquartal 2025 einen Umsatz von 196,0 Millionen US-Dollar. Dieser Anstieg entsprach weitgehend den Markterwartungen, doch der Blick auf die Ergebnisseite trübte das Bild. Der bereinigte Verlust pro Aktie (Non-GAAP) belief sich auf 0,71 US-Dollar und fiel damit höher aus als der von Analysten prognostizierte Fehlbetrag zwischen 0,68 und 0,70 US-Dollar. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 28,6 Millionen US-Dollar.

Die Reaktion am Markt folgte prompt. Nachdem das Papier vor der Bekanntgabe noch bei 183,72 US-Dollar notiert hatte, setzte eine Abwärtsbewegung ein, die den Kurs bis gestern auf rund 164,22 US-Dollar drückte. Dies entspricht einem Rückgang von über zehn Prozent innerhalb weniger Tage.

Pipeline-Fortschritte und Insider-Signale

Trotz der finanziellen Belastungen treibt Axsome seine klinische Entwicklung weiter voran. Ein wichtiger Meilenstein ist der Start der Phase-3-Studie CLARITY, bei der kürzlich der erste Patient mit dem Wirkstoff Solriamfetol zur Behandlung von Depressionen dosiert wurde. Solche klinischen Erfolge sind für die langfristige Bewertung entscheidend, konnten den kurzfristigen Verkaufsdruck jedoch nicht abfedern.

Zusätzlich zur Ergebnisenttäuschung sorgten Daten zu Insidergeschäften für Verunsicherung. Im vergangenen Quartal veräußerten Führungskräfte insgesamt 308.874 Aktien im Wert von rund 51,4 Millionen US-Dollar. Solche Verkäufe werden vom Markt oft kritisch beäugt, auch wenn Analysten wie die von Needham an ihrer Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 225 US-Dollar festhalten. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt mit rund 216 US-Dollar weiterhin deutlich über dem aktuellen Niveau.

Fokus auf Investorenkonferenzen im März

Die kommenden Wochen werden für die Aktie richtungsweisend. Das Management plant im März Auftritte auf fünf großen Investorenkonferenzen, darunter die TD Cowen Health Care Conference und die Leerink Partners Global Healthcare Conference. Dort wird das Unternehmen versuchen müssen, das Vertrauen der Anleger durch Details zum klinischen Fortschritt und zum Weg in die Profitabilität zurückzugewinnen. Die Präsentationen werden teilweise per Webcast übertragen und dürften neue Impulse für die Kursentwicklung liefern.

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