Avis Budget-Aktie: Normalisierung?

Auch nach dem Ende des Short Squeezes geht es für die Avis Budget-Aktie weiter bergab. Fielen die Quartalszahlen von Avis denn so enttäuschend aus?

Auf einen Blick:
  • Umsatz im ersten Quartal trifft Markterwartungen
  • Ergebnis je Aktie leicht über den Erwartungen
  • Fortschritte bei Effizienzprogrammen

Der atemberaubende Short Squeeze der Avis Budget-Aktie ist zu Ende, doch der Kurs des Autovermieters sank auch am Mittwochmorgen im europäischen Handel um weitere fünf Prozent. Fielen die Quartalszahlen von Avis denn so enttäuschend aus?

Schwach, aber besser als erwartet

Die Ergebnisse fielen gemischt aus, zeigen jedoch eine leichte Verbesserung gegenüber dem sehr schwachen Vorjahresquartal. Avis meldete einen Verlust, der jedoch geringer ausfiel als von vielen befürchtet.

Während Analysten im Schnitt mit einem Minus von etwa -6,83 US-Dollar je Aktie gerechnet hatten, lag der tatsächliche bereinigte Verlust leicht über den Erwartungen. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal lag der Verlust noch bei über -14 Dollar je Aktie.

Der Umsatz belief sich auf ca. 2,43 Milliarden US-Dollar und traf damit ziemlich genau die Erwartungen der Analysten. Das Unternehmen kämpft weiterhin mit einer Normalisierung der Mietpreise nach dem Post-Corona-Boom.

Ein kritischer Punkt bleibt die Entwertung der Gebrauchtwagenpreise, welche die Haltekosten für die Flotte nach oben treibt. CEO Brian Choi betonte in der heutigen Telefonkonferenz die Fortschritte bei den Effizienzprogrammen. Avis versucht, durch striktes Kostenmanagement die geringeren Tagesmietpreise auszugleichen.

Das Vertrauen ist angeschlagen

Die Avis Budget-Aktie drängt sich derzeit nicht zum Kauf auf. Die Quartalszahlen stellen keinen positiven Kurskatalysator dar und das Vertrauen von Privatanlegern in die Aktie dürfte nach der gewaltigen Berg- und Talfahrt des Kurses in den letzten Tagen angeschlagen sein.

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