Avalo Therapeutics-Aktie: 375 Millionen Dollar auf einen Schlag!

Trotz Kapitalerhöhung steigt die Aktie von Avalo Therapeutics nachbörslich um fast 50 Prozent. Die Erlöse finanzieren die klinische Entwicklung des Hauptkandidaten Abdakibart.

Auf einen Blick:
  • Avalo Therapeutics preist öffentliches Angebot von rund 375 Millionen US-Dollar
  • Ausgabepreis bei 17,75 US-Dollar je Aktie, Closing erwartet am 7. Mai 2026
  • Aktie legte nachbörslich um 48,5 Prozent zu
  • Erlöse sollen klinische Entwicklung von Abdakibart bis zu Phase-3-Daten finanzieren

Wer eine Kapitalerhöhung ankündigt, muss sich normalerweise auf einen Kursrutsch gefasst machen. Verwässerung, neues Papier auf den Markt, Altaktionäre grummeln. Das ist die Regel. Avalo Therapeutics hat sie am Dienstagabend kurzerhand ignoriert.

Fast 50 Prozent nachbörslich

Das klinische Biotechunternehmen aus Wayne, Pennsylvania, preiste spät am Abend des 5. Mai ein öffentliches Angebot von knapp 19,73 Millionen Aktien zu je 17,75 US-Dollar, dazu kamen vorfinanzierte Warrants für weitere 1,4 Millionen Aktien zu 17,749 US-Dollar. Bruttoemissionserlös: rund 375 Millionen US-Dollar. Und die Aktie? Stieg nachbörslich um 48,5 Prozent. Das ist kein Tippfehler.

Zusätzlich hat Avalo den Underwritern eine 30-Tage-Option eingeräumt, bis zu weitere 3,17 Millionen Aktien zu gleichen Konditionen zu erwerben. Leerink Partners, TD Cowen, BofA Securities, Piper Sandler und Cantor begleiten das Angebot als gemeinsame Bookrunner. Das Closing ist für den 7. Mai 2026 geplant.

Avalo Therapeutics Aktie Chart

Wofür das Geld?

Avalo ist ein klinisches Biotechunternehmen, das sich vollständig auf IL-1-beta-basierte Behandlungen für immunvermittelte Entzündungserkrankungen konzentriert. Der Hauptkandidat ist Abdakibart, ein monoklonaler Antikörper gegen IL-1-beta. Zuletzt hatte das Unternehmen positive Topline-Daten aus einer Phase-2-Studie bei Hidradenitis suppurativa gemeldet, einer chronischen Hauterkrankung mit erheblichem Leidensdruck und bisher wenig befriedigenden Therapieoptionen.

Die frischen 375 Millionen sollen genau dafür eingesetzt werden: die klinische Entwicklung von Abdakibart voranzutreiben, einschließlich der Phase-3-Topline-Daten, und den allgemeinen Geschäftsbetrieb zu finanzieren. Der Weg bis zu belastbaren Phase-3-Ergebnissen ist teuer. Avalo kauft sich damit Zeit und Spielraum.

Der Markt glaubt der Geschichte

Die Kursreaktion sagt eigentlich alles. Wer nachbörslich fast 50 Prozent zulegt, obwohl gerade neues Papier auf den Markt kommt, dem kaufen die Anleger die Story ab. Die positiven Phase-2-Daten haben offenbar Vertrauen geschaffen, und das frische Kapital signalisiert: Avalo kommt bis zu den entscheidenden Daten. Ob Abdakibart dort liefert, ist eine ganz andere Frage. Aber vorher muss man erst mal ankommen, und das Geld dafür ist jetzt da.

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