Ein Wall-Street-Veteran baut eine Treuhandgesellschaft rund um AVAX auf, während Hyundai Card in Südkorea zeigt, wie schnell grenzüberschreitende Zahlungen mit Avalanche-Infrastruktur ablaufen können. Zwei völlig unterschiedliche Baustellen, ein gemeinsamer Nenner: Avalanche positioniert sich zwischen institutionellem Kapital und realer Zahlungsabwicklung.
Treasury-Modell soll AVAX-Exposure regulieren
Bart Smith, CEO der Avalanche Treasury Company (AVAT), erläuterte kürzlich in einem Podcast-Gespräch die Logik hinter seinem Unternehmen. Die Idee: Anlegern einen regulierten, dauerhaften Zugang zu AVAX und dem Avalanche-Ökosystem zu verschaffen, ohne dass sie selbst Token verwalten müssen. Smith bringt einen ETF- und Wall-Street-Hintergrund mit und argumentiert, dass die Tokenisierung realer Vermögenswerte nur dann funktioniert, wenn die zugrunde liegenden Assets tatsächlich produktiv sind. Sein Fazit: Die Investmentthese für Krypto sei heute stärker als je zuvor — eine Einschätzung, die naturgemäß auch sein eigenes Geschäftsmodell stützt.
Hyundai testet Stablecoin-Transfers in sieben Minuten
Parallel dazu hat Hyundai Card einen ersten Praxistest für stablecoin-basierte Auslandsüberweisungen abgeschlossen. Gemeinsam mit Tether und über die Avalanche-Blockchain wickelte Hyundai Motor America eine reale Zahlung zwischen der US- und der mexikanischen Konzerneinheit ab. 20.000 Dollar wurden in USDT umgewandelt, nach Mexiko transferiert und dort wieder in Dollar zurückgetauscht — der gesamte Vorgang dauerte rund sieben Minuten. Zum Vergleich: klassische Interbank-Überweisungen benötigen laut Hyundai Card drei bis vier Stunden.
Bemerkenswert ist dabei der reale Charakter des Tests. Es handelte sich nicht um ein theoretisches Experiment, sondern um eine tatsächliche konzerninterne Zahlung mit entsprechender regulatorischer und steuerlicher Prüfung im Vorfeld. Das Blockchain-Zahlungsunternehmen Axiym war ebenfalls beteiligt.
Noch in diesem Monat will Hyundai die zweite Testphase starten — diesmal zwischen den europäischen Konzerneinheiten, mit Visa und dem USDC-Emittenten Circle als zusätzlichen Partnern. Dabei sollen Transfers in verschiedenen Landeswährungen jenseits des Dollars auf ihre Kosteneffizienz geprüft werden.
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